Kommentar

Expedition ins Tierreich

Katja Bauroth über eine sinnvolle Beschäftigung für gelangweilte Kinder

 

Ferientage können für Kinder schon mal mit Langeweile einhergehen, gerade, wenn's regnet, man nicht raus zum Spielen kann und der beste Kumpel nicht da ist. Der Tipp: "Lies doch mal ein Buch", erntet eher einen entsetzten Blick und hochgezogene Augenbrauen. Aufgaben wie Zimmer aufräumen lösen ähnliche Begeisterung aus. Und wenn die Eltern aufgrund von Hausarbeit oder anderen Verpflichtungen auch gerade keine Zeit zum Spielen haben, kommt ein echter "Ferienblues" beim Nachwuchs auf. Bloß gut, dass es Fruchtfliegen gibt. Warum? Ganz einfach: So ein paar Tierchen können durchaus dazu beitragen, dass ein verregneter Ferientag in den vier Wänden zu einer "Expedition ins Tierreich" wird. Denn nachdem der Junior wieder mit dem Satz: "Mir ist langweilig" in die Küche kommt, wird die eher entnervt geäußerte Entgegnung: "Dann zähl' halt Fruchtfliegen" zu einem Auftrag mit Folgen. Plötzlich entwickelt das Kind ein geradezu forscherähnliches Interesse an den kleinen Quälgeistern, sucht im Internet, warum gerade jetzt wieder so viele von ihnen auftauchen, und beginnt, Fruchtfliegen zu fangen, um sie in der Natur auszusetzen. Da sich ein handelsüblicher Kescher dafür nicht eignet, wird ein Nylonstrumpf zu einem Fangnetz umfunktioniert. So ist der Nachmittag gerettet und die Küche (fast) fruchtfliegenfrei.

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