Kommentar

Gespräche auf der Bank

Gert Häusler unterschätzt die Gesundheit des Darms jetzt nicht mehr

Urlaubsfeeling: Ein reiferes Paar, sportlich-jugendlich gekleidet, sitzt auf einer Bank, schaut in die Sonne und genießt die Seeluft inmitten von Skatern, Kindern mit Tretrollern und Familien mit Kinderwagen. Sie unterhalten sich, doch plötzlich sagt der Mann mit einer für das nähere Umfeld unüberhörbarer Lautstärke: „Heute Morgen war ich mit meinem Darm überhaupt nicht zufrieden.“ Über so einen Satz, völlig unvermittelt in einer entspannten Stimmung, ist man zunächst irritiert. Er passt ja vermeintlich gar nicht hierher.

Nun ist es ja so, dass zwar nicht so gerne über dieses „unterschätzte Organ“ gesprochen wird, es aber jeden von uns betrifft. In ihrem millionenfach verkauften Buch „Darm mit Charme“ (Ullstein-Verlag) schildert die junge Medizinerin Gulia Enders in lockerer Form, wie (lebens)wichtig ein gesunder Darm ist.

Durch Billionen von Bakterien in unserem Verdauungstrakt wird unsere Nahrung aufgespalten und verdaulich gemacht. Rund 1000 Arten von Bakterien tummeln sich in unserem Darm und schützen uns so vor „Eindringlingen“, die den Körper schädigen könnten. Durch ihre Stärkung des Immunsystems werden Erkältungen, Diabetes- oder Rheumaangriffe bekämpft und auf die Psyche wirkt sich ein gesunder Darm ebenfalls positiv aus, sodass damit unsere Lebensqualität beeinflusst wird. Um die Gesundheit des Darms zu erhalten, stehen gesetzlich Versicherten ab einem gewissen Alter Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung zu. Darüber hinaus engagieren sich auch private Stiftungen wie die Felix-Burda-Stiftung für die Darmgesundheit.

Durch den Urlauber an der Ostsee wurde mir auf jeden Fall wieder einmal bewusst, dass wir mit den Themen unserer Gesundheit ohne Hemmungen umgehen sollten.

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