Kommentar

Gradmesser fürs Alter

Archivartikel

Katja Bauroth über Filme, die aufzeigen, wie die Zeit verfliegt

Wenn Sie Filme sehen, überlegen Sie dann auch manchmal, wann diese gedreht wurden? Daraus kann man ein richtiges Familienquiz am Abend machen. Zum Jahreswechsel liefen wieder einige alte Kinoknaller auf den Screens zu Hause – zum Beispiel am Neujahrstag „Independence Day“ von Roland Emmerich. Das Ratespiel, wann der Streifen einst in die Kinosäle kam, verlor ich haushoch – zehn Jahre zu jung habe ich den Film geschätzt: Doch schon 1996 – also vor mittlerweile 24 Jahren – kämpften Will Smith und Jeff Goldblum gegen die Alieninvasion. Wie doch die Zeit vergeht . . .

Überhaupt: Cineastische Angebote und auch Fernsehserien sind ein schöner Gradmesser in Sachen Zeit und Altern. Sagte doch am Donnerstag ein Kollege, das sich Victoria Principal auf der Titelseite dieser Ausgabe wiederfindet, die amerikanische Schauspielerin wird an diesem Freitag nämlich 70 Jahre alt. Berühmt wurde sie durch die Serie „Dallas“, die zu den 1980er Jahren gehörte wie neonfarbene Netz- T-Shirts und der Walkman. Sie verkörperte von 1978 bis 1987 „Pamela Barnes Ewing“, die Frau von Bobby Ewing (Patrick Duffy). Nun, der Kollege kannte weder sie noch „Dallas“, das wäre wohl eher nostalgisch und weit vor seiner Zeit. Da ich mich sowohl an die Schauspielerin als auch an die Serie gut erinnern kann, fühlte ich mich zwar durchaus allgemeingebildet, aber nach dem Gespräch auch ziemlich alt.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional