Kommentar

Licht und seine Bedeutung

Archivartikel

Gert Häusler über die Farben, die uns täglich begegnen

Licht umgibt uns „Tag und Nacht“, in der modernen Welt ist es ja in einer großen Bandbreite künstlich. Die Aufnahmen aus Raumstationen und Satelliten zeigen in den entwickelten Regionen riesige Lichtteppiche. Auf das Licht haben wir ganz unterschiedliche Sichtweisen. So ist „Grün“ meist positiv besetzt. Bei grüner Ampel können wir losgehen oder losfahren, während „Gelb“ als Zwitterfarbe signalisiert, dass es rot oder grün wird. „Rot“ schließlich weist dann auch meist auf eine Gefahr hin: Anhalten oder stehenbleiben bei der Ampel, auf Sicherheit achten bei Alarmanlagen mit Rotlicht und Sirene. Sagenumwoben sind manche „Rotlichtbezirke“, bei denen Amüsement und Gefahr durchaus dicht beieinanderliegen können. Ein leichtes Kribbeln und das Gefühl, dass etwas passiert ist, haben die meisten von uns auch bei Blaulicht. Sobald ein Fahrzeug mit Blaulicht auftaucht, erwartet man ein „Ereignis“. Ist das Polizeifahrzeug gerade auf Verfolgungsjagd, was trifft die Besatzung des Notarztautos an der Einsatzstelle an und wen musste der Krankenwagen wohl aufnehmen? Während manche sich vorstellen, sie könnten selbst betroffen sein, gehen andere ganz ignorant damit um: Angefangen, dass sie nur zögerlich eine Gasse bilden, wenn Einsatzfahrzeuge durchfahren müssen, beschweren sie sich über kurzfristige Behinderungen beim Parken oder gehören als Gaffer bei fremdem Leid zu den unsozialen Mitmenschen. In vielen Medien gibt es ja die Rubrik „Blaulicht“: Hier taucht dann diese Art von „Verkehrsteilnehmern“ in den Polizeiberichten wieder auf.

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