Kommentar

Nadelfreunde fürs Dach

Archivartikel

Katja Bauroth über die Zukunft ihrer Weihnachtsbäume

Ein echter Tannenbaum zu Weihnachten ist schon was – etwas anderes käme mir auch nicht ins Haus, ganz im Gegensatz zur Kollegin. Sie findet zusammensteckbare Plastikbäume, die einem echten optisch sehr nahe kommen, besser. Immerhin kann dieser wiederverwendet werden und ist (trotz Plastik) nachhaltiger als das Naturprodukt, welches zumeist entsorgt wird. Gut, letzterer könnte noch als Brennholz dienen, die Nadeln wären zum Räuchern verwertbar.

Ich setze seit Jahren auf Bäume, die wieder in die freie Wildbahn entlassen werden können. Im Pflanztopf verschönern sie das Fest, dann geht’s wieder nach draußen. Auf dem elterlichen Grundstück hat sich über die Jahre eine kleine Tannenbaumplantage angesiedelt. Nur passt da jetzt nichts mehr hin.

In Anbetracht des Waldsterbens habe ich nun überlegt, ob ich die Bäume – der vom Vorjahr gedeiht auch noch auf der Terrasse mangels Platz – in einem durch Hitze- und Sturmschäden geplagten Waldstück aussetze. Die Angst ist dabei, dass die grünen Nadelfreunde dort zu Schaden kommen, sei’s durch die Witterung, Tiere oder Menschen, die die Bäume Weihnachten 2020 in die gute Stube stellen wollen. Also bleiben sie erst mal auf der Terrasse. Oder wie wäre es mit einer städtischen Dachbegrünung? Tannenbäume für Dächer! Das macht die Städte grüner, die Luft gesünder und dämmt auch noch.

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