Kommentar

Nur gemeinsam in die Spur

Archivartikel

Maximilian Wendl analysiert die Probleme beim SV Sandhausen

Der SV Sandhausen steht vor der schwierigsten Saison seit langer Zeit. Um das zu erkennen, hätte es nicht den Appell von Präsident Jürgen Machmeier gebraucht, der mittlerweile den Abstiegskampf ausgerufen hat. Allein der Blick auf die Zahlen und statistischen Werte genügt: Die SVS stellt in der 2. Fußball-Bundesliga gemeinsam mit dem Schlusslicht Würzburger Kickers die schwächste Defensive. Nur die Kellerkinder Braunschweig und Würzburg haben mehr Gegentore kassiert und die Profis des SVS laufen im Schnitt neun Kilometer weniger pro Spiel. Dazu kommt die fehlenden Grundtugenden Gier und Leidenschaft, die auch vom Club-Boss schon mehrfach vermisst wurden.

Der Versuch, routinierte Spieler wie Diego Contento und Alexander Esswein einen zweiten Frühling ihrer Karriere am Hardtwald zu bescheren, misslang bislang. Die Verantwortlichen hatten auf einen Effekt gehofft, den auch Dennis Diekmeier nach seiner Verpflichtung ausgelöst hatte – vergeblich.

Die Nerven liegen blank. Das zeigt der Kabinenzoff zwischen Neu-Trainer Michael Schiele und Torhüter Martin Fraisl. Auch die Reaktion von Esswein nach seiner Auswechslung lässt darauf schließen, dass aktuell einiges im Argen liegt.

Der Effekt des Trainerwechsels ist längst verpufft, es gibt aber Hoffnung: Schiele hat in Würzburg bewiesen, dass er mit geringen Mitteln Großes erreichen kann. Dazu muss er aus der Truppe wieder eine Einheit formen. Diese mannschaftliche Geschlossenheit hat schon in der Vergangenheit dazu geführt, dass Sandhausen das eine oder andere Mal über sich hinausgewachsen ist. Und im Mannschaftssport gilt: Nur gemeinsam ist man stark.

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