Kommentar

Überleben statt Untergang

Archivartikel

Katja Bauroth plaudert über Musik aus einem Schweizer Supermarkt

Wer derzeit einkaufen geht, steht zum Teil vor leeren Regalen. Da geht es uns nicht anders wie den Bewohnern unserer Nachbarländer. Ich stehe im regen Austausch mit einer Freundin in der Schweiz. Auch dort liegt wegen Corona das öffentliche Leben fast lahm, sogar die Armee ist schon mobilisiert, schrieb sie mir per WhatsApp, aber mit einer relativen Gelassenheit, wie man sie von den Eidgenossen gewohnt ist. „Die bewachen die Spender mit Desinfektionsmittel in den Spitälern“, witzelte sie. Humor braucht’s in solchen Zeiten! Allerdings folgte eine weitere Handynachricht etwas später, die alles andere als gelassen klang: „War heute kurz einkaufen. Das ganze Gemüse war leergekauft, nur noch ein paar schlappe Gurken lagen rum. Dazu lief in Endlosschleife die Musik von Titanic – ,My heart will go on‘. Habe mir echt überlegt, ob ich mich wegen dieser Geschmacklosigkeit bei der Geschäftsführung beschwere.“ Ja, die Musik sollte – wie ich finde – in solchen Zeiten wirklich bewusster gewählt werden, gerade im Supermarkt – wie wär’s mit „I will survive“ (Ich will überleben)?

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