Kommentar

Wenn Wespen Panik auslösen

Archivartikel

Vanessa Schwierz über die „ganz normale Hysterie“ im Eiscafé

Ein warmer Sommerabend – gemütlich im Eiscafé sitzen und bei einem leckeren Spezialitätenbecher über dies und das plaudern. Das war zumindest meine Vorstellung. Oft kommt es anders, weil im entspannten Beisammensein immer wieder kleine schwarz-gelbe Tierchen um einen herumfliegen und sich über das Eis hermachen wollen.

Spätestens, wenn am Nachbartisch das Geschrei losgeht und drei Mädels hysterisch kreischend vom Tisch wegrennen und erst nach gut zehn Metern stehen bleiben, weiß ich, es ist soweit: Die Wespen sind da.

Aber das ist nur ein Typ Mensch und eine Art der Reaktion auf die kleinen Tierchen. Sitzen bleiben, die Hände vors Gesicht halten und dabei hysterisch quietschen, ist eine weitere Variante. Und dann noch die übliche Frage: „Ist sie weg?“ Wenn dann die Antwort Nein lautet, geht das Trampeln auf den Boden und das Quietschen weiter, bis endlich einer Ja sagt. Auch das wilde Fuchteln mit den Armen ist eine Möglichkeit, aber es löst bei den Tieren nur Panik aus – genau wie bei einem selbst, wenn das Fuchteln nichts hilft.

Entspannter ist es da doch, wenn man einfach sitzen bleibt, das Tier machen lässt und vorsichtig versucht, es mit einer Serviette oder der Hand zum Wegfliegen zu bewegen. Aber vermutlich wissen wir alle, dass genau das die seltenste Reaktion ist.

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