Kommentar

Zu sorglos im Urlaub?

Marco Brückl mahnt, auch am Strand an Corona zu denken

Viel Spaß und Erholung wünsche ich Ihnen in den bevorstehenden Ferien – und freue mich vor allem, dass Sie glücklicherweise nicht zu all jenen gehören, die meinen, die Corona-Gefahr läge schon weit, ja ganz weit zurück.

Eben aus Holland und Belgien zurück, haben mich die Nachrichten darüber, dass dort die Fallzahlen der Covid 19-Infizierungen wieder zunehmen, nicht sonderlich gewundert. Im Urlaub – auch viele Belgier verbrachten ihre Ferien im eigenen Land – verstärkt sich der durch die Lockerungen gewonnene Eindruck, die Pandemie überstanden zu haben, fast wie automatisch. Ich nehme mich da gar nicht aus. Doch Vorsicht ist nach wie vor die Mutter der Porzellankiste.

Und als ich am Nordseestrand, beim Bummeln über die Promenade, gleich mehrfach beinahe angerempelt wurde, beschlich mich ein ungutes Gefühl: Wir verhalten uns schon zu sorglos. Sogleich gab ich mir wieder die längst eingeübte Mühe, auf die Hygiene- und Abstandsregeln zu achten. Da gehört das Tragen der Alltagsmaske gemäß den jeweiligen Bestimmungen ausdrücklich dazu. Deshalb muss man auf den Erholungseffekt wahrlich nicht verzichten – wer das behauptet, macht es sich doch arg einfach.

Eine weitere Corona-Welle, die wegen der Urlaubszeit über uns hinwegschwappt, kann sich keiner wünschen. Ich bin dankbar, dass ich – fern eines Lockdowns – überhaupt in die Ferien fahren und Strandgefühl genießen konnte.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional