Leserbrief

Bassermannhaus in Schwetzingen Nach und nach stellt sich wieder eine altbekannte Raumnot ein / Gemeinde sollte ihre Hausaufgaben machen

An der Bleibe für Vereine wird ordentlich gesägt

Neue Kultur ja – auch in Schwetzingen – alle sind herzlich willkommen, aber . . .

Diese Einstellung im Schwetzinger Rathaus finde auch ich richtig und gut. Wenn jedoch auf der anderen Seite den Vereinen, die seit Jahrzehnten (seit 1854) für Schwetzingen und seine Bürger – vom Kind bis zum Greis – für Möglichkeit sorgten, sich im Gesang zu bilden und ihn auszuüben, die Anerkennung versagt wird, sollte es uns doch sehr zu denken geben.

Sicher: Es ist sehr schwer in der Pandemie alles richtig und zur Zufriedenheit aller zu regeln. Dass nur mit Auflagen gesungen werden kann, ist ja wohl klar, aber die sind auch wir (Sängerbund Schwetzingen) zur Sicherheit aller bemüht, einzuhalten. Nach jahrelanger Raumnot, lange Zeit mit fünf Chorgruppen – der Sängerbund war schon lange ein nicht gerngesehener Gast im „Frankeneck“ – versprach der damalige Oberbürgermeister Gerhard Stratthaus: ,Wir bauen das Bassermannhaus als Vereinshaus aus, dann habt ihr und die Schwetzinger Vereine eine feste und sichere Bleibe.‘ Nur das Wort „Bleibe“ ist aus meiner Sicht noch geblieben. Nun ist es so: Theater am Puls, Schulmensa und Kindergarten sägen an den Räumen und schränken die Nutzung des Hauses durch Vereine ein. Natürlich haben Theater, Schule und Kiga ihre Berechtigung und da erhebt auch niemand Einwände. Da sind wohl eher Hausaufgaben in Sachen Vereinskultur vonseiten der Gemeinde kräftig nachzuholen.

So, da ist ein bisschen Luft raus aus meiner Vereinseele, aber beileibe nicht alles. Mit freundlichen Grüßen – ein für das Gemeinwohl gut meinender und engagierter Schwetzinger Bürger.

Oskar Hardung, Schwetzingen

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