Leserbrief

Flüchtlingspolitik Fachkräfte sollten ihre Heimatländer fördern

Asylsuchende in Spanien

Am 11. Mai brachte das zweite spanische Fernsehen einen Film, in welchem Schleuser nachts auf See an der Dreimeilenzone Flüchtlinge in Schlauchbooten zu einem in tausend Meter entfernt liegendem, hellerleuchtetem Schiff schickten. Auch wenn es sich hier um ein Lebensrettungsschiff handelt, muss man das Ganze doch als staatlich abgesegneten, wohlorganisierten Menschenschmuggel bezeichnen. Nach Registrierung, medizinischer Untersuchung und Aushändigung der benötigten Papiere dürfen sie entscheiden, weiterzureisen oder Asyl in Spanien zu beantragen. Die meisten sind nach den vorgeschriebenen 30 Tagen nicht mehr vor Ort, da der finanzielle Anreiz fehlt, zu bleiben.

Die Asylsuchenden erhalten keine besondere Unterstützung vom Staat und arbeiten deshalb als Schwarzarbeiter in der Landwirtschaft. Dadurch sinkt die Bezahlung der legalen Arbeiter. Es werden leerstehende Wohnungen aufgebrochen und besetzt. Man nennt diese Besetzer in Spanien auch „Okupas“ und aufgrund von in Spanien geltenden Gesetzen können sie nur mit einem Gerichtsverfahren aus dem Haus geschafft werden. Diese Gerichtsverfahren können sich, trotz polizeilicher Hilfe, bis zu einem Jahr in die Länge ziehen. Ein deutscher Besitzer einer Ferienwohnung in Guardamar bekam Todesdrohungen, als er versuchte, die Hausbesetzer selbst loszuwerden. Kein Wunder, dass sich hier eine populistische Partei eingeschaltet hat und für Trubel sorgt.

Man kann aus politischen Gründen nicht zugeben, dass die meisten Asylsuchenden reichere Gegenden aufsuchen, weil ansonsten humanitätsfremde Mitteleuropäer erkennen, dass sie von Kirche und Regierung betrogen werden und ihnen auch noch auffällt, dass sie mit ihrer Willkommenshaltung die eigentlichen Verursacher des Massensterbens im Mittelmeer sind. Denken die Traumtänzer in Brüssel, dass eine Aufnahme bildungsferner Menschenmassen von unseren Sozialsystemen getragen werden kann? Ist es nicht widersprüchlich, die wenigen Fachkräfte den Staaten abzuwerben, die sie selbst so notwendig bräuchten? Es müsste klar sein, dass Europas Wirtschaft stabil bleiben muss, um Afrika zu helfen. Dass die Befürworter der Masseneinwanderung, EU-Präsident Jean-Claude Juncker und der US-Milliardär George Soros Europa klein und abhängig von den USA halten wollen und wir nur als „williges Kanonenfutter“ für US-amerikanische Globalinteressen dienen sollen, müsste allen Europäern mittlerweile klargeworden sein.

Winfried Bock, Hockenheim (zurzeit in Spanien)

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