Leserbrief

Erinnerungen geweckt

Bei Eberhardts zum Kasperletheater

In einem Artikel am 2. Januar haben Sie über den Künstler Otto Eberhardt und die Bilder, die jetzt im Schwetzinger Restaurant „Delle Rose“ und im Hotel am Theater ausgestellt sind, berichtet. Der genannte Artikel bringt mich gedanklich in die Zeit zurück, als wir als Kinder (ich bin Jahrgang 1937) von Otto eingeladen waren, um das „Kasperletheater“ anzusehen.

Familie Eberhardt wohnte mit Otto und seiner Schwester in einem Haus, das aus Hockenheim kommend gleich nach der Leimbachüberquerung an der rechten Ecke der Kreuzung Zähringer-/Karlsruher Straße stand. Das Haus wurde inzwischen entfernt. Der Platz ist frei. Damals war dort eine Schlosserei (ich glaube, sie hieß Haas). Familie Eberhardt bewohnte das komplette Obergeschoss mit einem sehr großen Wohnzimmer, ein regelrechter Saal. Dieses Wohnzimmer bestimmte auch den äußeren Charakter des Hauses, was das Haus so besonders machte.

Otto präsentierte mit seiner Kasperlebühne komplette Theaterstücke, zu denen er nicht nur die Texte schrieb, sondern auch Köpfe modellierte, Puppenkleider anfertigte und Kulissen mit Motiven aus dem Schwetzinger Schlossgarten für die Puppenbühne kreierte. Wir Kinder waren begeistert. Otto war auch in der katholischen Jugend aktiv und schuf später am Hebel-Gymnasium die Theater-AG. Es wäre ein Gewinn, wenn man ein Bild finden könnte, welches das Haus mit seinem besonderen Charakter zeigt.

Gerhard Gärtner, Hockenheim

Anmerkung der Redaktion: Liebe Leser, vielleicht können Sie ja helfen. Wenn Sie ein Bild von diesem Haus oder aus dem Inneren haben, dann melden Sie sich doch bitte bei der Redaktion unter Telefon 06202/205-300 oder per E-Mail: juergen.gruler @schwetzinger-zeitung.de

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional