Leserbrief

Kiesabbau im „Entenpfuhl“

Bewusst die Tatsachen verfälscht

Zum Leserbrief „Das nenne ich Ketscher Doppelmoral“ (SZ vom 17. August) wurde uns geschrieben: Die Ausführungen von Walter Rohr nenne ich „bewusstes Verfälschen der Tatsachen“. Der besagte Leserbrief ist an Polemik nicht mehr zu überbieten. Weder Bürgermeister Jürgen Kappenstein noch der gesamte Gemeinderat wehren sich gegen den Abbau von Sand und Kies. Es stellt sich doch nur die Frage, muss dieser Rohstoff in einem 42 Hektar großen Waldgebiet und noch dazu am Rande eines Trinkwassereinzugsgebietes abgebaut werden?

Mit Sicherheit gibt es in unserer näheren Umgebung andere mögliche Stellen, wo Sand und Kies abgebaut werden kann, als unbedingt in einem Waldgebiet. Entlang des Rheins gibt es genügend Abbaumöglichkeiten für diese Rohstoffe. Noch dazu hätte man in Rhein-Nähe kurze Transportwege, um Sand und Kies auf Schiffe zu verladen.

Dass wir uns mitten im Klimawandel befinden ist sicher auch für den Leserbriefschreiber unstrittig. Jeder Wald – und sei er auch noch so klein, ist durch Bindung von CO2 hilfreich bei der Bekämpfung des Klimawandels.

Dem Leserbrief ist zu entnehmen, dass er ein sicheres Dach über dem Kopf sein Eigen nennen kann. Sonst würde er nicht so vehement gegen die Ausweisung von Neubaugebieten sein. Sollen unsere nachkommenden Generationen vielleicht in Zelten leben, damit keine neuen Wohnungen gebaut werden müssen? Der Leserbriefschreiber argumentiert meiner Meinung nach nach der Devise: Hauptsache ich bin versorgt, sollen doch die anderen sehen, wo sie bleiben. Diese egoistische Einstellung passt leider allzu gut in unsere heutige Gesellschaft.

Hansrolf Geschwill, Ketsch

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional