Leserbrief

Sprache

Black Friday – und merry Christmas

Nachdem ich am „Cyber Monday“ als „Cyber Hero“ nach der „After-Work-Party “ endlich zum „Homeschooling“ gekommen bin, um mich über den „Black Friday“ zum „Black Sale“ belehren zu lassen, auf den ich mich im „Homeoffice“ meines „Smart Home“ ursprünglich zur Teilnahme am „Fridays for Future“ vorbereiten wollte, genehmigte ich mir schließlich doch, unter Verzicht auf ein „Slow brewed Craft Beer“, nur einen „Coffee to go“.

Dadurch erhellt, habe ich erwogen, nach der „Black Friday Week“ und den „Deal Days“ vielleicht ein Schweigegelübde oder besser ein „Lese- und Hörgelübde“ abzulegen.

Ja geht’s noch!? Fragt man sich allen Ernstes beim Lesen von aktuellen Werbeprospekten und Zeitschriften. Irgendwann in den letzten Jahren glaubte ich hoffnungsvoll, man hätte sogar die heimischen Dialekte als deutschsprachiges Kulturgut wieder neu entdeckt, für salonfähig und erhaltenswürdig erachtet. Aber die deutsche Sprache?

War wohl nix ...! „Goodbye – see you later“ – beim nächsten „Coming together“. Merry Christmas – best regards und hoffentlich nie ein wirkliches „Black Weekend“.

Rainer Freyschmidt, Ketsch

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