Leserbrief

CO2-Steuer Verkappte Abgabenerhöhung ohne jeden Nutzen

Bürger bezahlen den Preis

Zum Artikel „Heizöl und Treibstoff könnten teurer werden“ in der SZ vom 1. Juli wird uns geschrieben: Wenn die Politik nicht weiß, wie man am unauffälligsten die Steuerkasse füllen kann, erfindet man mal eben eine sogenannte CO2-Abgabe. Das Kind muss ja schließlich einen Namen haben. Diese verkappte Steuererhöhung auf Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel hätte keinerlei Nutzen hinsichtlich unseres Klimas, sondern würde nur die schwächste Schicht unserer Gesellschaft belasten. Eine Frechheit, denn bekanntlich hat der deutsche Steuerzahler ohnehin schon die höchsten Steuerabgaben und Strompreise in ganz Europa zu tragen.

Warum muss denn ausgerechnet Deutschland in Sachen Klimapolitik immer schulmeisterlich den Vorreiter machen? Deutschland hat doch im Verhältnis gesehen nur einen sehr geringen Anteil an der gesamten CO2-Emission. Unsere Politik hatte vollkommen übereilt aufgrund von Fukushima den sofortigen Ausstieg aus der klimaneutralen Kernenergie beschlossen (endgültiger Ausstieg 2022). Während in ganz Europa aktuell gut 130 Atommeiler betrieben werden und neue in Planung sind, produziert Deutschland dreckigen Kohlestrom. Bei Stromknappheit (laut Netzbetreiber stand Deutschland bereits kurz vor einem Kollaps) kaufen wir dann Atomstrom bei unseren Nachbarn ein.

Eine gelungene Energiewende sieht anders aus und für diese politisch willkürliche Entscheidung zahlen wir Bürger einen hohen Preis. Die Höhe der noch auf uns zukommenden Belastungen ist nicht absehbar. Der Stromanteil aus erneuerbaren Energien kann keinesfalls eine kontinuierliche Grundversorgung sicherstellen. Vor allen Dingen nicht im Hinblick auf die uns Bürgern aufgezwungene E-Mobilität, deren fragwürdige Klimabilanz bei der Herstellung der Batterien von den Grünen bewusst nicht öffentlich gemacht wird.

Für die Gewinnung einer Tonne Lithium-Karbonat für E-Batterien werden zwei Millionen Liter Grundwasser benötigt. Dies führt unter anderem rund um die Atacama-Wüste in Chile, die trockenste Gegend der Welt, dazu, dass der Grundwasserspiegel rapide absinkt, Flussläufe austrocknen und man der dort lebenden Bevölkerung und der Tierwelt die Lebensgrundlage entzieht. Diesen hohen Preis bezahlen Menschen für unsere „umweltfreundliche“ Elektro-Mobilität.

Monika Höfer, Schwetzingen

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