Leserbrief

Parksituation in der Bahnhofanlage Anwohner fordern mehr Kontrollen an verkaufsoffenen Sonntagen und an Feiertagen

Chaotische Verhältnisse ordnen

Kerwesonntag bei schönstem Herbstwetter, dazu verkaufsoffener Sonntag, Spaziergang im Schlossgarten - Schwetzingen zeigte sich von seiner attraktivsten Seite. Das wissen mittlerweile viele Menschen und strömen in entsprechenden Mengen in die Stadt. Das ist prima für die lokale Wirtschaft, das hat aber auch weniger schöne Aspekte. Als Anwohner der Bahnhofanlage erleben wir seit Jahren die Tatsache, dass wochenends und feiertags Parkregeln praktisch nicht bestehen. Die ausgewiesenen Parkplätze auf der Wohnhausseite bieten eigentlich ein zeitlich beschränktes Parken von zwei Stunden mit Parkscheibe von 7 bis 19 Uhr - und das wird von Montag bis Freitag auch durch den hiesigen Ordnungsdienst durchgesetzt. Den Gehweg der Bahnhofanlage zu nutzen, lässt der Ordnungsdienst in dieser Zeit auch nicht durchgehen.

Aber wochenends und feiertags ist offensichtlich niemand im Dienst, der das Falschparken oder zu langes Parken sanktioniert. Dann herrscht hier reinste Anarchie. Auto an Auto steht mit vollem Umfang auf dem Gehweg, da sind dann schon gerne mal weniger als ein Meter Platz zwischen unserem Hauseingang und einem Pkw.

Unsere Kinder nutzen gerne den Spielplatz der Bahnhofanlage. Dort hin zu gelangen ist in der 30er Zone und Einbahnstraße in der Regel unproblematisch. An Tagen wie Kerwesonntag kommen sie kaum zwischen den Autos vorbei und werden vom unablässig strömenden Suchverkehr kaum gesehen. Zumal diese Fahrer nur Augen für Parkplatzlücken haben, nicht jedoch für Kinder.

Dass Einbahnstraßenregeln ignoriert werden, weil gerade eine Lücke frei wird, gehört zu den unfassbaren Tatsachen. Wir haben schon mehrfach das Gespräch mit den Parkern gesucht und versucht darzulegen, weshalb diese Parkweise rücksichtslos ist. Ohne Erfolg! Neulich sagte man mir sogar, es sei ihm egal, was mit anderen Kindern sei. Die Gesamtsituation ist nicht haltbar. Es kann nicht sein, dass Parken nur so lange geregelt wird, solange der Ordnungsdienst tätig ist. Entweder gibt es Regeln, dann müssen die immer eingehalten und kontrolliert werden. Oder man gibt das Parken völlig frei, dann will ich aber auch nicht mehr einen Anwohnerparkausweis kaufen müssen.

Es müssen eindeutige Regeln geschaffen, angezeigt und durchgesetzt werden, damit Schwetzinger Bewohner nicht die negativen Folgen einer attraktiven Stadt tragen müssen. Im Übrigen ist das keine Einzelmeinung von mir, sondern von Nachbarn bereits an die Stadtverwaltung herangetragene Ansicht. Stephan De Maria, Schwetzingen

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