Leserbrief

Kollerfähre Gibt es einen Plan B im Falle einer Stilllegung?

Da haben einige mächtig gepennt

Stau vom Talhaus bis zur Autobahnauffahrt A 61, um über die Hängebrücke beim Herrenteich nach Speyer zu kommen. Grund: Die Salierbrücke in Speyer ist seit Anfang des Jahres gesperrt und bleibt dies wohl auch mindestens bis Anfang oder Mitte 2021.

Hinzu kommt aktuell die Sperrung der Hochstraße in Ludwigshafen auf unbestimmte Zeit, wie es aussieht. Und nun soll ausgerechnet jetzt auch noch die Kollerfähre zwischen Brühl und Otterstadt/Waldsee „neutralisiert“ werden. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt.

Meine Schlussfolgerung: Auch wenn man in der Landesregierung nun kräftig zurückrudert, werde ich den Verdacht nicht los, dass man die aktuelle Situation nutzen wollte, um die Kosten nach unten durchzureichen. Obwohl es sich bei der Kollerfähre ja um den Teil einer „Landesstraße“ handelt (L 630 ), wofür also das Land Baden-Württemberg eindeutig zuständig ist.

Ist der nächste Schachzug vielleicht, diese Landesstraße zur Kreisstraße herabzustufen, damit ab 2022 der Rhein-Neckar-Kreis die Kosten an der Backe hat? Bürger – und auch die Logistik-Firmen sind ja so schon mächtig sauer.

Eine Rheinüberquerung bei Altrip, die schon in den 1980ern im damaligen Regionalplan zu finden war, aber einfach nie verwirklicht wurde, wäre jetzt sehr von Nutzen, denn der Verkehr wird bestimmt nicht weniger.

Eine Frage noch am Schluss: Gibt es eigentlich einen „Plan B“? Oder: Was passiert eigentlich, wenn die Hängebrücke über den Rhein auch noch „krank“ wird? Die pfeift doch schon immer aus dem letzten Loch!

Herbert Semsch, Brühl

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