Leserbrief

Baustelle So eine Verzögerung hätte man vermeiden können

Das Drama mit der Rheinbrücke

Als ich dieser Tage morgens die Zeitung las, glaubte ich zunächst an einen Aprilscherz mit der Fertigstellung der Speyerer Rheinbrücke. Ich fragte mich, ob die Firma und die Verantwortlichen für den Umbau keinen Rahmenterminplan haben, in dem die Termine und der Baufortschritt festgehalten sind. Es ist mir unerklärlich, dass man nach elf Monaten Tätigkeit feststellt, dass man ein Jahr im Verzug ist.

Nach Einsichtnahme dieses Rahmenterminplans hätte die Bauaufsicht nach spätestens drei Monaten feststellen müssen, dass es so nicht weitergeht und mehr Personal eingesetzt werden muss. Diese Maßnahme hätte man umsetzen können, indem man in den Sommermonaten täglich in zwei Schichten arbeitet. Mit dem Zeitverzug haben nicht nur die Gastronomie und der Einzelhandel von Speyer Probleme, sondern die vielen Menschen in der ganzen Region, deren Arbeitsweg sehr erschwert wird.

Ich bin der Meinung, dass die Baufirma und die Bauaufsicht mit diesem Projekt überfordert ist und dabei dringend Abhilfe geschaffen werden muss. Mit dem Einsatz einer weiteren Baufirma und Personal könnte man im kommenden Sommerhalbjahr einen täglichen ZweiSchicht-Betrieb realisieren, womit ein schnellerer Baufortschritt möglich wäre.

Überrascht hat mich auch die finanzielle Situation, obwohl in den bisherigen elf Monaten von den geplanten Arbeiten wenig erledigt werden konnte, da sehr viel Zusatzarbeiten den Vorrang hatten; weiß man jetzt schon, dass es ein Jahr Verzug gibt und Mehrkosten von über 50 Prozent auflaufen.

Ich könnte mir vorstellen, dass die Bauämter der Städte Speyer, Schwetzingen und Hockenheim für die laufende Bauzeit ein Gremium bilden, das monatlich nach einem Rahmenterminplan den Arbeitsablauf kontrolliert und dem Auftraggeber berichtet, um gegebenenfalls weitere Maßnahmen für einen erforderlichen Baufortschritt einzuleiten.

Ich würde mich freuen, wenn die von mir vorgestellten Maßnahmen auch nur zum Teil im Interesse der Bürger in der Region umgesetzt werden könnten und mit Steuergeldern sorgsamer umgegangen würde.

Kurt Walter, Hockenheim

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