Leserbrief

Fahrradstraße

Das geht doch an der Realität vorbei

Zum Artikel „Zu kleine Schilder“ vom 17. Juli wird uns geschrieben: Mit allergrößtem Erstaunen las ich diesen Artikel. Muss es mir peinlich sein, nachdem ich 20 Jahre hier wohne, nichts davon zu wissen? Ich glaube nein. Gerade diese Woche bog ich mit dem Auto in die Straße ein und parkte auf einem der Parkplätze an der Polizeidienststelle, um Besorgungen zu machen.

Dementsprechend konnte ich mich kaum beruhigen nach dem Lesen dieses Artikels – noch nie hatte ich davon gehört – ehrlich! Mindestens jeder zweite Autofahrer, der von der Carl-Theodor-Brücke links in die Carl-Theodor-Straße abbiegt, biegt kurz darauf wieder rechts in die Marstallstraße ein. Das ist sehr leicht zu beobachten. Deshalb gehe ich davon aus, dass die Autofahrer nichts von der Fahrradstraße ahnen. Anlieger können das nicht alle sein.

Es ist doch höchst paradox, in einer Fahrradstraße Parkplätze am Straßenrand anzubieten sowie die Einfahrt in eine Tiefgarage zu ermöglichen! Damit alle Verkehrsteilnehmer davon Kenntnis nehmen, muss das viel zu kleine Schild vergrößert und an anderer Stelle angebracht werden. Momentan sieht es niemand beim Einbiegen.

Außerdem sind doch sonst überall rote Flächen mit einem Fahrradsymbol aufgemalt – warum nicht hier? Ich frage mich allerdings, wie die Frau plante, auf diesem Weg zum Schälzig zu kommen – die Karlsruher Straße ist ja gesperrt und die Linksabbiegervariante führt Richtung Bahnhof. Ich wohne wirklich gerne in Schwetzingen, aber was die Stadt sich straßentechnisch manchmal ausdenkt, ist nicht nachvollziehbar und geht doch an der Realität vorbei.

Gisela Kolb, Schwetzingen

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