Leserbrief

Falschparken Autofahrer werden so doch nur zum Sündenbock gemacht / Tempo 30 einführen

Das Rondell-Radwegekonzept stoppen

Der Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat jetzt neue Vorschriften erlassen. Unter anderem höhere Bußgelder und Fahrverbote bei der Behinderung von Radfahrern. In Schwetzingen wurde ein Radwegenetz eingerichtet, das jetzt Autofahrer vor große Probleme stellen wird.

Wie und wo sollen Paketdienste, Taxen oder Krankentransporte künftig kurz parken können, wenn überall Radwege markiert sind? Am Rondell soll künftig eine Autospur zu einer Radspur gemacht werden. Da können dann Radler in Dreierreihen nebeneinander fahren, aber für das Kurzparken und Be-und Entladen ist hier keine Zone vorgesehen. Wir sind der Meinung, da in diesem Bereich bereits rund um das Rondell Radwege vorhanden sind und man die Radler an einer Hand abzählen kann, die hier pro Stunde unterwegs sind, sollte das Rondell-Radwegekonzept gestoppt werden.

Vielmehr sollten hier Parkzonen eingerichtet werden, in denen das Kurzzeitparken möglich wird. Die Radler könnten weiterhin die vorhandenen Radwege nutzen und Autofahrer müssten nicht zur Hälfte auf dem Radweg stehen. Dies wird praktiziert, um einerseits den Verkehrsfluss nicht zu behindern, andererseits um Be- und Entladevorgänge in einem zeitlich vernünftigen Maß durchzuführen.

Gehbehinderte können nun mal nicht 200 Meter schmerzfrei gehen, um zum Taxi zu kommen. In dieser Zeitung hat Ulrich Pfeiffer letzten Samstag vorgeschlagen, Tempo 30 im Stadtgebiet einzuführen. Radwege müssten dann nicht markiert werden, es gäbe weniger Unfälle, weil Autofahrer und Radfahrer auf vergleichbarem Niveau fahren.

Diesen Vorschlag finden wir gut, das löst kostengünstig viele Probleme und der Autofahrer wird nicht zum Sündenbock degradiert.

Ingrid und Werner Jäkel,

Schwetzingen

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional