Leserbrief

Besinnung

Das Wesentliche besser wahrnehmen

Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus, da bleibe wer Lust hat alleine zu Haus. Ja, das mit dem Text stimmt im Moment nicht ganz. Wir würden ja gerne unser gewohntes Leben weiterführen.

Doch irgendjemand hat gesagt: „So kann es auf dieser Welt nicht weitergehen, es reicht.“ Die Menschen sollen sich mal wieder auf das Wesentliche besinnen und anfangen zu leben, nicht nur zu funktionieren.

Man hat jetzt Zeit, über sein Leben nachzudenken, ob Macht, Geld und Konsum alles ist. Plötzlich merkt man, dass man sich über Kleinigkeiten freuen kann: Hefe, Mehl, Toilettenpapier – die werden plötzlich wichtig. Vielleicht sehen wir in Zukunft alles ein bisschen weitsichtiger, empfinden eine Umarmung und einen Händedruck viel intensiver, sehen alles ein wenig mit anderen Augen.

Im Leben hat alles seine Richtigkeit und seinen Sinn, obwohl wir es im Moment noch nicht richtig verstehen können oder vielleicht auch gar nicht wollen.

Es ist für viele Menschen eine schwierige Zeit, doch das gab es schon immer auf der Welt. Auch wenn man von solch einer Pandemie überrascht wird, muss man an das Gute glauben und sich seiner inneren Werte bewusst werden und kämpfen. Die Sache kann auch zusammenschweißen.

Wir wollen alle unseren normalen Tagesablauf zurück, uns mit Verwandten, Freunden und Bekannten treffen. Somit werden wir weiter strampeln, nicht zu forsch – wenn möglich, Prioritäten setzen und den Humor nicht verlieren.

Ich hoffe, dass wir in Zukunft bewusster leben, um uns herum mehr wahrnehmen und uns über Dinge freuen, welche wir vorher nicht einmal wahrgenommen haben.

Es hat eben alles eine gute und eine schlechte Seite.

Ursula Weber, Oftersheim

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