Leserbrief

Ketscher Gemeinderat Die Geschichte der ominösen Bürgerin

Der „Ginda“ und des „Gwand“

Bei der letzten Gemeinderatssitzung wollte Gemeinderat Fuchs wissen, für was Gemeinderat Martin einen Teil seiner Entschädigung für seine Gemeinderatstätigkeit – wie versprochen – gespendet habe. Nachdem diese Frage jetzt öffentlich wurde, ist mir Folgendes passiert. Ich habe wieder eine Ketscher Frau getroffen (veröffentlichen darf ich es – aber – ihren Namen möchte sie nicht lesen) und weil ich gerne ihre Meinung erfahre, habe ich ihr zugehört und es aufgeschrieben.

Zu diesem oben genannten Thema hatte sie folgende Meinung: (sinngemäß) Dass der „Ginda“ an viele spendet, weiß sogar ich. Würde der Fuchs oder einer seiner christlichen Brüder öfters in die Kirche gehen, dann wüssten sie das auch. So hat man mir erzählt, dass er dem Pfarrer und der Kirche St. Sebastian ein neues Grünes Messgewand gespendet hat. Ein Grünes Messgewand vom grüne „Ginda“. Das ist doch eine tolle Idee. Wer mir das erzählt hat, weiß ich nicht mehr, aber die heilige Marianne war’s nicht. Der Pfarrer hat das in der Kirche gesagt. Aber das ist ein ganz besonderes Gewand und „billisch“ sind die Dinger auch nicht. Das ist aus Fatima und damit gesegnet von der dortigen Madonna.

Dann haben sie mit diesem Gewand eine Pilgerreise nach Santiago de Compostela gemacht und im Schatten der Jakobus-Kirche in einem Nonnenkloster wurde mit diesem Gewand von unserem Pfarrer ein Gottesdienst gefeiert. Die Liane war auch dabei. Das Gewand hat der Pfarrer jetzt schon öfters in der Kirche angehabt und hat auch verkündet, dass das vom „Ginda“ gestiftet worden ist. Die Geschichte dazu hat mir aber nicht der Pfarrer erzählt. Ist doch toll, was die gemacht haben. Damit wird das Gewand etwas ganz Besonderes.

Wieso weiß das der wahrscheinlich nächste, stellvertretende CDU- Bürgermeister nicht. Früher hast du fast jeden Sonntag die CDUler im Gottesdienst gesehen, der Kassen Heinz kommt heute noch, fast jeden Sonntag. Von den jetzigen siehst du keinen. Wahrscheinlich sind die schon ausgetreten, die CDU nimmt doch auch Ausgetretene auf? Ob die noch wissen für was das C in ihrem Namen steht?

Aber der „Ginda hot’s ihne“ bei der Wahl gezeigt, deshalb wohl auch die Frage. Geschieht ihnen Recht, die sollten öfters mal in die Kirche gehen. Den „Ginda“ sehe ich da öfters, er ist ja auch Kirchgemeinderat.

Noch eine Anmerkung von mir: Die ganze Geschichte war wie immer in einem sehr schönen Kurpfälzisch, so dass sogar Frau Steinbeißer vom SWR hätte etwas lernen können. Das Gewand hieß „Gwand“ und der Günther heißt „Ginda“ und so weiter. Wenn ich diese Frau treffe, dann bekomme ich immer eine besondere Meinung, vielleicht haben aber diese Meinung noch mehr Insider (echte Ketscher).

Die CDU scheint aus meiner Sicht also weiter von der Kirche entfernt zu sein, als die Grünen. Den Grünen geht es wohl um den Erhalt der Schöpfung. Vielleicht hat sie recht und die Herren und die eine neue Dame bei der CDU wüssten mehr, wenn sie öfters mal in die Kirche gehen würden.

Wilfried Windisch, Ketsch

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