Leserbrief

Airport Speyer Rentabilität steht über Wohlergehen der Bürger

Der Kampf gegen Fluglärm macht hier wenig Sinn

Zum Artikel „Lärmteppich breitet sich am Himmel aus“ (SZ vom 24. September) erreicht die Redaktion folgende Zuschrift:

Die Bemühungen der Bürgerinitiative im Sommer 2017 haben so gut wie nichts gebracht und das war zu erwarten. Der neue Anlauf vom Gemeinderat in Altlußheim dürfte kaum etwas ändern.

Grund ist, Speyer liegt in Rheinland-Pfalz und dort hat die baden-württembergische Regierung so gut wie nichts zu melden. Eine bundesweite Initiative ist meines Erachtens nicht zu erwarten, da um wirksam zu sein, alle Gyrocopters beziehungsweise Drehflügler unter 1000 Kilogramm verboten werden müssten.

Das Hauptproblem für die Anwohner ist die unangenehme Lärmbelästigung durch die Drehflügler, also die Gyrocopter und Hubschrauber, und das ist aerodynamisch nicht zu ändern. Normale Flächenflugzeuge, insbesondere die Ultraleichtflugzeuge sind dagegen nicht besonders störend. Es gibt übrigens auch in Speyer eine Bürgerinitiative gegen den Fluglärm und sie erreicht auch nichts!

Es ist nicht lange her, da wurde der Geschäftsführer vom Flugplatz, Roland Kern, vom Stadtrat öffentlich zu dem Thema Fluglärm durch Gyrocopter angehört. Er hatte keine Hemmungen zu behaupten, dass er keine Stellplätze an Gyrocopter vermieten würde. Ein Durchgang entlang der offenen Hallen belegt, dass in Speyer gut zehn Gyrocopter anzutreffen sind.

Dazu kommen die fremden Geräte einer benachbarten Flugschule, die auf ihrem Heimatplatz keine Platzrunde drehen darf und aus dem Grund ihre Schulflüge nach Speyer verlagert.

Der Grund dürfte auf der Hand liegen: Es geht alleine um die Rentabilität des Flugplatzes Speyer, also um die Einnahmen durch Landegebühren um die Verlustminimierung für die Betreiber beziehungsweise Eigentümergesellschaft. Das Wohlergehen der Anwohner ist zweitrangig.

Patrick Faucheron, Altlußheim

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