Leserbrief

Ferienprogramm der Radfahrer Fehlverhalten muss sich wohl die RSG auf die Fahnen schreiben lassen

Der RSV hat kein solches Ferienprogramm veranstaltet

Sehr geehrter Herr Rösch, mit Interesse habe ich ihren Leserbrief vom 11. August zum Thema „Regeln beim Radeln gelesen“. Ich stimme Ihnen vollkommen zu, gültige Verkehrsregeln sind einzuhalten. Ebenso höfliches Verhalten, wenn man sein Gegenüber auf ein Fehlverhalten anspricht. Leider wurde Ihnen das Verhalten nicht gewährt. Das tut mir leid. Deshalb möchte ich Ihnen mit dem nötigen Respekt antworten.

Bestimmt ist Ihnen beim Schreiben ein Fingerfehler unterlaufen. Sie schreiben, dass eine zehnköpfige Radlergruppe in „RSV-Trikots“ entgegenkommen sei. Ich möchte klarstellen, in Schwetzingen gibt es zwei Radsportvereine. Zum einem den RSV Kurpfalz Schwetzingen, der keine Freizeit- und Kinderbetreuung betreibt und Ihnen somit nicht entgegenkommen sein kann. Der andere Radsportverein ist die RSG Schwetzingen mit Sitz in der Karlsruher Straße. Die RSG betreibt sehr wohl ein Ferienprogramm, wie auf der Homepage nachzulesen ist. Der RSV Kurpfalz Schwetzingen hat demnach mit dem angeblichen Fehlverhalten der beschriebenen Gruppe nichts zu tun und unterstellt auch den Radsportfreunden der RSG kein Fehlverhalten.

Bitte überprüfen Sie Ihre augenscheinlich mangelhaften Kenntnisse der beiden Radsportvereine in Schwetzingen, ebenfalls Ihre Unterscheidung der komplett unterschiedlichen Trikots. Somit beschuldigen Sie in Zukunft nicht die Falschen. Besser noch, sprechen Sie die Verantwortlichen persönlich an. Wir vom RSV Kurpfalz Schwetzingen möchten nicht für ein Fehlverhalten verantwortlich gemacht werden, nur weil ein Bürger zwei vollkommen unterschiedliche Vereine nicht auseinander halten kann und Ihnen vielleicht doch kein Fingerfehler unterlaufen ist.

Jürgen Keller, Hockenheim

Unbedachtes Verhalten

In seinem Leserbrief schreibt der Autor unter anderem: „ . . . sah ich mich mit einer etwa zehnköpfigen Radler-Gruppe konfrontiert, welche teilweise in RSV-Trikots, mit nicht unerheblichem Tempo, auf dem südlichen Gehweg fuhren“. Dies kann nicht den Tatsachen entsprechen. Da der RSV Kurpfalz Schwetzingen weder über eine Jugendabteilung verfügt und die Vereinstrikots nur über den Verein bezogen werden können, muss der Aussage widersprochen werden. Es kann sich nicht um RSV-Trikots gehandelt haben! Außerdem fand im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt am 3. August keine radspezifische Veranstaltung, schon gar nicht von Seiten des RSV Kurpfalz, statt!

Sollte es sich hier allerdings bei den Teilnehmern um Kinder gehandelt haben, greift eine besondere Verordnung: „Radfahrer dürfen nicht auf den Gehweg. Ausnahmen gibt es bei Kindern. Bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen diese mit dem Fahrrad auf den Gehweg. Sie dürfen also nicht auf Radwegen, Radfahrstreifen, Schutzstreifen fahren. Seit dem 14. Dezember 2016 dürfen auch Aufsichtspersonen ab 16 Jahren gemeinsam mit einem bis zu acht Jahre alten Kind den Gehweg nutzen. Ab dem vollendeten achten Lebensjahr bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen sie Gehwege benutzen, das heißt, sie haben die Wahl zwischen Gehweg, Fahrbahn und nicht benutzungspflichtigen Radwegen.“

Es gibt zudem Ausnahmen für „radfahrende Gruppen“ zum Beispiel als geschlossener Verband, die aber hier nicht greifen. Einbahnstraße bleibt Einbahnstraße, es sei denn, sie ist für Radfahrer freigegeben, und Bürgersteig bleibt Bürgersteig, er ist für Radfahrer (Ausnahme siehe oben) tabu! Leider hat der Schreiber in fast allen Punkten Recht. Auch mich erschreckt das teils lebensgefährliche und unbedachte Verhalten mancher Radfahrer! Die Antwort des Betreuers finde ich ebenfalls unangebracht!

Noch eine Anmerkung: Man darf gespannt sein auf das „Miteinander“ in der ab September kommenden Fahrradstraße. Hier haben die Radfahrer Vorrechte und die motorisierten Verkehrsteilnehmer, soweit die Durchfahrt erlaubt ist, müssen sich den Gegebenheiten anpassen!

Dieter Endres, Schwetzingen

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