Leserbrief

Paragraf 218 Die Grünen wollen die Abtreibung legalisieren und setzen sich gegen das Kükenschreddern ein – das passt nicht zusammen

Deutschland – wohin gehst Du?!

Ja, wo geht die Reise hin? 2019 wurden in Deutschland 100 893 Abtreibungen durchgeführt, die Dunkelziffer liegt höher. Und nun soll es noch leichter werden. Die Liste von grünen Politikern, die verkündet haben, den Paragrafen 218 aus dem Strafgesetzbuch streichen zu wollen, wird immer länger: Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Bärbl Mielich, Landtagsabgeordnete in Baden-Württemberg und Staatssekretärin im Ministerium für Soziales und Integration, Ulle Schauws, Frauenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion und Kirsten Kappert-Gonther, Sprecherin der Grünen für Gesundheitsförderung im Bundestag.

Diese Partei, die sich doch so für die Umwelt einsetzt und damit Stimmen fängt – wie man dies auch in manchen zweifelhaften Fällen sehen will – geht damit aus meiner Sicht „über Leichen“. Eine Abschaffung des Paragrafen 218 bedeutet die Liberalisierung der Abtreibung bis unmittelbar vor der Geburt. Dies würde bedeuten, dass Kinder bis zur natürlichen Geburt legal abgetrieben werden könnten.

Frauen, die dagegen aufstehen, wurden auf der „Bundesfrauenkonferenz“ der Grünen von ihrer Bundesvize Ricarda Lang so beurteilt: „Lebensschützerinnen schützen nichts anderes als ihren Hass gegen selbstbestimmte Frauen, die sich von ihren veralteten antiquarischen Geschlechterbild befreien wollen.“ Ist diese Aussage nicht armselig? Die sogenannten „Lebensschützerinnen“ hassen doch nicht die Frauen, die abtreiben. Sie wollen sie davor schützen, solche Gräuel zu verüben.

Ricarda Lang, ebenfalls Kandidatin für den nächsten Bundestag, will gleichfalls den Paragrafen 218 abschaffen und damit Abtreibungen bis zum neunten Monat legalisieren.

Die Tatsache, dass in Deutschland unzählige männliche Eintagsküken aufgrund ihres Geschlechts zu Tode geschreddert werden, führt zu emotionaler Empörung. Die Grünen überlegen: Lieber vor dem Schlüpfen töten? Doch – nach der Einsicht von Wissenschaftlern können auch nicht geschlüpfte Küken, ab dem siebten Tag nach der Befruchtung, Schmerzen spüren. Hier sucht man einen Weg, wie man dies in Zukunft vermeiden kann, dass die Embryoküken keine Schmerzen leiden müssen. Am Besten wäre aber, sie leben zu lassen.

Ist hier nicht ein gravierender Widerspruch? Man macht sich nämlich Sorgen um die Schmerzen, die nicht geschlüpfte Küken spüren, doch die Schmerzen der abgetriebenen Kinder sind egal! Ist dies hier nicht eine Folge eines veränderten Menschenbildes? Man hat keine Ehrfurcht dem Leben gegenüber, das aus Gottes Hand kommt. Der egoistische Mensch, der sein Leben allein und nur zu seinen eigenen Vorteilen selbst bestimmen will, erhebt sich über den Willen Gottes, der das Leben will. Die Anweisungen Gottes in der Bibel hat man ja über Bord geworfen, man will selbstsüchtig sein Leben bestimmen und abtreiben, wenn sich Folgen zeigen. Die Bestrebungen verstärken folgenden Ausspruch: „Der gefährlichste Platz für ein Kind ist der Mutterleib.“ Eigentlich hat es der Schöpfer so eingerichtet, dass das Kind hier optimale Bedingungen hat, sich im geschützten Umfeld zu entwickeln. Doch heutzutage hängt vielfach das Damoklesschwert über ihm.

Wo bleibt der Aufschrei der Kirchen, der Bevölkerung und der Politiker? Und – schafft sich hier unser Vaterland nicht selbst ab? Man tötet seine eigenen Nachkommen und nimmt dafür fremde Menschen auf. Natürlich sollen wir als sogenanntes „Christliches Abendland“ den Flüchtenden helfen – vor allem jenen, die wegen ihres christlichen Glaubens fliehen mussten. Aber so? „Der Islam gehört zu Deutschland“, wurde ja schon mehrmals von Staatsoberhäuptern behauptet. Wer dem Glauben an den lebendigen Gott und seinem Sohn Jesus Christus den Rücken kehrt, der muss die Folgen tragen.

Heißt es doch in seinem Wort: „Gott lässt sich nicht spotten! Was der Mensch sät, das wird er ernten.“ Hat der Zweite Weltkrieg nicht Millionen von deutschen Menschenleben gefordert, weil unser Volk sich an Gottes erwähltem Volk Israel vergriffen hatte? Sechs Millionen Juden wurden gemordet – und mehr als sieben Millionen Deutsche starben dafür. Dadurch war unser Land fast 30 Jahre durch die Mauer geteilt. Was wird auf uns zukommen, wenn wir uns weiter an seinen wehrlosen Geschöpfen – den Kindern im Mutterleib – vergreifen?

Übrigens, für Frauen in Konfliktsituationen gibt es eine Anlaufstelle: Tiqua = Hilfe. Die meisten Frauen, die abtreiben ließen, haben oft lebenslang Probleme mit Gewissensbissen bis zu Depressionen, weil ihnen letztlich doch bewusst ist, dass sie eigenes Leben töten ließen.

Und – zeigt nicht gerade die jetzige Corona-Pandemie, wie wenig der Mensch Leben und Tod „im Griff“ hat? Wir sind von unserem Schöpfer abhängig. „SOS Leben“ kämpft gegen die Aktion der Grünen.

Dora Weimer, Hockenheim

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