Leserbrief

Pfaudler-Areal Größerer Raum wäre angemessen gewesen

Die Bürger ernst nehmen

So, so! Unser Oberbürgermeister findet es wichtig, dass die Bürger ihre Ideen und Kritik zur Planung der Bebauung auf dem Pfaudler-Areal einbringen. Da melde ich doch berechtigte Zweifel an. Sehen wir genauer hin: Es handelt sich um Bebauungsplanungen für die Größe eines ganzen Stadtviertels in Schwetzingen.

Die Stadt hat knapp 22 000 Einwohner. Und gerade Mal 100 Bürgern davon wird die Möglichkeit gegeben, sich einzubringen, weil als Veranstaltungsort das kleine Palais Hirsch gewählt wurde. Diese Fakten strafen OB Pöltls Worte Lügen. Wäre es ihm wirklich wichtig gewesen, dass sich die Bürger einbringen können, hätte er seinen ganzen Einfluss geltend gemacht, damit die Veranstaltung in Räumen stattfindet, in denen auch ausreichend Platz für all die Interessierten vorhanden gewesen wäre. So war es aber nicht. Im Gegenteil: Es wurde noch eine zusätzliche Hürde für die Teilnahme eingebaut. Man musste sich im Internet mit seinen persönlichen Daten registrieren, um einen der begehrten Plätze zu ergattern.

Der Registrierungs-Prozess war noch dazu so kompliziert, dass man letztlich doch zum Rathaus ging, wenn einem der Geduldsfaden riss, falls man denn wusste, dass das ebenso funktioniert. Das alles legt nahe, dass Mitwirkung nicht wirklich erwünscht gewesen war.

Es wurde offensichtlich nur der Schein erweckt, es lägen die Wünsche der Bürger am Herzen. Eine Luftblase also. Ebenso inhaltsleer, wie der Begriff Schwetzinger Urbanität. Was sagt Wikipedia zu dem Begriff Urbanität? „In Architektur, Stadtentwicklung und Städtebau ist Urbanität eine Worthülse beziehungsweise ein oft unklar benutzter Schlüssel-, Mode- und Leitbegriff sowie ein Schlagwort.“

Beate Günther, Schwetzingen

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