Leserbrief

Geothermie in Brühl Denkt an die heißen Sommer zurück

Die eine Erde ist uns bloß geliehen

Vor sieben Jahren hat sich unsere Initiative für die Nutzung der Geothermie zur Erhaltung des Klimas eingesetzt – und ist dabei unterlegen. Die Baustelle in Brühl liegt öde und verlassen da. Doch nun können und müssen wir auf Veränderungen hinweisen, die offenkundig geworden sind:

Die fünf heißesten Sommer in der Geschichte der Wetteraufzeichnung liegen alle in den letzten fünf Jahren. Niemand kann mehr guten Gewissens leugnen, dass die immer deutlicher fühlbare Klimaveränderung von uns Menschen verursacht ist.

Deutschland hat bis spätestens im Jahr 2038 das Ende der Kohleverstromung beschlossen. Kanzlerin Angela Merkel hat sich vor der UN-Vollversammlung zu diesem Ausstieg verpflichtet.

Damit wird eine neue Lösung für die Fernwärmeversorgung durch das mit Steinkohle betriebene Großkraftwerk Mannheim erforderlich. Die Zeit ist gekommen, noch einmal über unsere teilweise fertiggestellte Geothermieanlage nachzudenken –und zwar zur Erzeugung von Fernwärme. Diese im Jahr 2012 erst am Ende der Debatte nachgeschobene Nutzung wäre heute aufzugreifen.

Wie gesprächsweise zu erfahren war, ist ihre Fertigstellung technisch möglich und als Lieferant von Fernwärme auch wirtschaftlich sinnvoll. Wer auch immer den ersten Schritt zur Prüfung dieses Schrittes unternimmt, wichtig ist, dass er es bald tut.

Darüber sind sich jedenfalls die Nachfolger der Klimaschutz-Initiative 2012 einig.

Helmut Mehrer, Brühl

und über 20 Unterzeichner

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