Leserbrief

Bundeswehreinsätze

Die Entzauberung der Grünen

Die Grünen gründeten sich aus der 1968er-Bewegung, aus den Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg und gegen die Stationierung von amerikanischen Atomraketen in Deutschland, als im Bonner Hofgarten über 300 000 Menschen demonstrierten. Von diesem Pazifismus ist heute bei den Grünen nichts mehr vorhanden. Die Friedenstaube, die ursprünglich im Parteilogo war, ist nicht mehr zu sehen.

Als ausgerechnet die ehemals aus dieser Friedensbewegung hervorgegangen Grünen die Bundesrepublik 1999 Seite an Seite mit der SPD in den ersten Angriffskrieg ihrer Geschichte schickten, war dies eine Zäsur für die Partei. Der damalige Außenminister Joschka Fischer legitimierte den Kosovo-Krieg in einer Rede. Die Meldungen, auf die er sich berief, waren eiskalte Lügen!

Mit der Zustimmung zum Angriffskrieg auf Serbien war das Eis gebrochen und seitdem gefallen sich die Grünen in der Rolle der kriegsfreudigsten Partei im Bundestag. Nach der Zuspitzung der Irankrise war der außenpolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Omid Nouripour, einer der Ersten, der sich für einen Einsatz im Persischen Golf einsetzte. Dieser Meinung schloss sich inzwischen der Vorsitzende Robert Habeck an. Cem Özdemir und Tobias Lindner haben sich in Bundeswehruniform fotografieren lassen. Offensichtlich wollen sie an der Spitze einer „olivgrünen Fair-Trade-Pickelhauben-Armee“ gegen Iran oder Russland ziehen. Russland zieh’ dich warm an, die Grünen kommen! Make love not war!

Manfred Hößler, Hockenheim

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional