Leserbrief

Alla-Hopp-Anlage Die Kosten bleiben an der Gemeinde hängen

Die Folgen zu wenig bedacht

Hätte uns Dietmar Hopp doch lieber eine neue Brücke zwischen unseren Bundesländern spendiert, das viele Geld wäre sinnvoller angelegt gewesen! Sie hätte auch gern seinen Namen tragen dürfen, und wir wären „Alla hopp“ besser mit unserem Nachbarland verbunden, was wir bisher sehr schlecht sind: Es fehlen einfach die Rheinquerungen! Stattdessen stehen viele Parks an falscher Stelle, so auch in Ketsch.

In vielen Orten, in denen „Alla-Hopp“-Parks, wie hier bei uns, in der Nähe von Häusern errichtet wurden, gibt es Probleme mit Lärmbelästigungen – schon tagsüber. Des Nachts dann durch Treffen von Jugendgruppen und außerdem durch kostenträchtigen Vandalismus. Das alles wurde nicht bedacht, als man sich über die Belebung des Parks am Alten Wasserwerk riesig freute, den Marktplatz aber beschaulich gestalten möchte.

Ursprünglich sollte „Alla-Hopp“ nach dem Willen des Stifters auch nicht eingezäunt werden; nach dem tragischen Unfall eines Jungen brauchten wir hier in Ketsch zunächst eine Einfriedigung, die später durch ein hohes Zaunprojekt abgelöst wurde. Doch die Kosten nehmen kein Ende! Um einen Teil der Anlieger vor Lärm zu schützen, entschloss man sich nun zum Bau einer 60 Meter langen und 3,50 Meter hohen Mauer für sage und schreibe 80 000 Euro. Nicht gerade billig und außerdem nicht schön; es wird bezweifelt, ob diese den gewünschten Effekt bringt.

Wie viel einfacher wäre es gewesen, zunächst einmal das Trampolin stillzulegen und gegebenenfalls an anderer Stelle zu installieren! Die von den Gemeinden übernommene Verpflichtung, die Einrichtung 15 Jahre lang zu unterhalten und zu pflegen, wird ins Geld gehen.

Und was wird danach? Vergammeln lassen? Hat Herr Hopp Kuckuckseier gelegt? Mitnichten, wenn er auch das Geld für die Unterhaltung spendieren würde. Demnächst muss ein „externer Schließdienst beauftragt werden“. Der arbeitet auch nicht für umsonst.

Als wir am Wochenende vorbeikamen, war wegen des herrlichen Wetters enorm viel los, parkende Autos soweit das Auge reichte, Lärmkulisse entsprechend. Ich glaube nicht, dass Herr Melchert, der sich in der SZ gegen eine Lärmschutzwand „wie von Donald Trump“ ausspricht, neben dem Park wohnt!

Klaus Tremmel, Ketsch

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