Leserbrief

Flüchtlinge Leser befürchtet negative Folgen durch die Zuwanderung / These der Bereicherung durch Migranten sei nur eine hohle Phrase

"Die Frage ist: Wollen wir das schaffen?"

Seit September nun begleitet uns das Mantra der Kanzlerin: "Wir schaffen das" in Bezug auf den nicht enden wollenden Flüchtlingsstrom nach Deutschland. Doch bei all der hektischen Betriebsamkeit wurde uns nie die Frage gestellt: "Wollen wir das schaffen?"

Wollen wir dieses veränderte Deutschland denn, das jedes Jahr fast eine Million Migranten aufnimmt? Denn, dass der Migrationsstrom nicht abreißt, dafür sorgen Armut und bewaffnete Konflikte in den Herkunftsstaaten der Flüchtlinge, dafür sorgen Handy und Internet, die die Kunde von unserer Willkommenskultur in den letzten Winkel der Erde tragen und den Menschen dort ein Schlaraffenland Deutschland suggerieren.

Dafür sorgen weiterhin die Anreize unseres Sozialsystems und das verantwortungslose Festhalten der Kanzlerin an ihrer Flüchtlingspolitik. Natürlich müssen wir den wirklich Verfolgten helfen. Statt aber alle zu uns einzuladen und ihnen einen deutschen Lebensstandard zu versprechen, sollten wir den Menschen direkt in ihren Herkunftsländern oder im Falle der Syrer in den Flüchtlingslagern der Türkei und des Libanon helfen. Dort lässt sich mit einem Bruchteil der Kosten, die die Versorgung der Flüchtlinge in Deutschland verursacht, viel mehr bewegen.

Sind die Menschen jedoch erst einmal in Deutschland, werden sie hier bleiben. Und zwar nicht nur die wirklich politisch Verfolgten, die nur einen kleinen Prozentsatz der Migranten ausmachen, sondern auch die übergroße Mehrheit der Wirtschaftsflüchtlinge. Das deutsche Asylrecht, das jedem Antragsteller den Rechtsweg eröffnet, führt dazu, dass abgelehnte Asylbewerber jahrelang in Deutschland verbleiben und einen Duldungsstatus erlangen. Wenn wir der Politik, den Medien, den Kirchen glauben wollen, so bereichern all diese Zuwanderer Deutschland und machen es bunter.

Doch welche Vorteile und welchen Fortschritt können uns Zuwanderer bringen, die in ihrer überwiegenden Mehrheit aus Kulturkreisen stammen, die uns in Bereichen wie Staatsführung, Entwicklung demokratischer Errungenschaften, Wissenschaft, Technik, Wirtschaft, Minderheitenrechte und Schulbildung Jahrzehnte, teilweise Jahrhunderte hinterherhinken? Laut Auskunft der Bundesarbeitsministerin bringt nicht einmal jeder Zehnte die Voraussetzungen mit, um direkt in eine Arbeit oder Ausbildung vermittelt zu werden.

Der Großteil der Migranten kann allenfalls im Niedriglohnsektor beschäftigt werden, in dem es bei uns keinen Mangel an Arbeitskräften gibt. Von der These der Bereicherung durch Migranten bleibt nach nüchterner Betrachtung nur noch eine hohle Phrase zurück. Wollen wir ein Deutschland, in das jährlich hunderttausende Muslime zuwandern? Laut Kanzlerin Merkel und dem ehemaligen Bundespräsidenten Wulff kein Problem, denn "der Islam gehört zu Deutschland" .

Wer aber sagt, dass der Islam zu Deutschland gehört, muss auch sagen, dass eine steigende Diskriminierung von Frauen, anwachsender Antisemitismus, Parallelgesellschaften, Salafisten, Ehrenmorde und erhöhte Terrorgefahr nun zu Deutschland gehören. Multikulti ist gescheitert. Schauen wir in die Banlieues Frankreichs, in die Vororte englischer Städte. Gerade die muslimischen Einwanderer haben dort mehr zur Desintegration als zur Integration dieser Gesellschaften beigetragen. Darum wird auch die viel gepriesene europäische Lösung der Flüchtlingsfrage mit einem Quotensystem niemals Wirklichkeit werden.

Vor allem die osteuropäischen Staaten, haben die negativen Folgen der Masseneinwanderung in Westeuropa vor Augen und wollen unsere Fehler nicht naiv wiederholen. Wie lange noch, können die Politik und die Medien das deutsche Volk mit ihren leeren Phrasen und Handlungsankündigungen narkotisieren? Wollen wir solange warten, bis die Völkerwanderung die Grundlagen unseres Wohlstandes zerstört hat? Spätestens dann aber wird auch Deutschland kein attraktives Einwanderungsland mehr sein.

Markus Lösch, Neulußheim

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