Leserbrief

Mittelstand Geringschätzung der sozialen Marktwirtschaft

Die Unternehmen nicht überfordern

Die Diskussion um den alles beherrschenden Klimawandel zeugt von zunehmender Ver-krampftheit. Die mächtigen Klimaschützer und ihre medialen Vasallen verstärken täglich die Sorgen der Bundesbürger, und das mit großem Erfolg. Sie treiben die Politik vor sich her und ihr Selbstbewusstsein ist grenzenlos. Müsste man nicht wenigstens den Anteil Deutschlands sowie Europas an den CO2-Emissionen fairerweise relativieren gegenüber den Hauptsündern in dieser Welt? Die 16-jährige „Ikone“ Greta Thunberg mag ja erhabene Ziele haben, aber es könnte ihr nicht schaden, ihr Wissen bezüglich der Auswirkungen auf die Volkswirtschaften zu entwickeln. Wo bleiben Realismus und Sachlichkeit?

Die geschickten „Moral- und Ethikkeulen“ übertönen derzeit alle Beiträge der nachhaltigen Zukunftsfähigkeit auch der deutschen Volkswirtschaft. Die Klimaaktivisten argumentieren überwiegend einseitig: Sie orakeln das Schlimmste und mahnen nachhaltig Veränderungen an, aber vergessen dabei die Auswirkungen, insbesondere auf den Mittelstand und damit den Einfluss auf Hunderttausende von Arbeitsplätzen. Es wird vergessen, dass der engagierte und oft risikoreich kämpfende Mittelstand mit den unzähligen Familienbetrieben das eigentliche Rückgrat der deutschen Wirtschaft ist, was sich auch deutlich an der Steuerkraft ablesen lässt!

Diese zu überfordern, wäre sträflicher Harakiri. Die Digitalisierung und der Online-Handel machen dem Mittelstand das Leben schwer genug! Ohne Absicherung des Mittelstandes wird Klimaschutz nicht gelingen, wir brauchen den Erhalt des Mittelstandes. Die bürgerlichen Parteien müssen endlich verstehen, dass ihnen hier der wichtigste Partner der „sozialen Marktwirtschaft“ abhanden kommt.

Siegfried Braun, Speyer

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