Leserbrief

Smartphone-Nutzung

Die Welt ist live – nicht im Handy

Weltpolitische Spannungen, Kriege, Flüchtlingsbewegungen und die Asylproblematik stehen oft im Mittelpunkt von Leserbriefen. Ich möchte heute auf ein ganz anderes Thema eingehen, nämlich die Nutzung von Smartphones.

Oft fahre ich mit meinem Fahrrad durch unsere Feldflur und stelle fest, in welch schöner und friedlicher Welt wir leben. Gerade in der Sommerzeit ist es ein Genuss für Leib und Seele, den Geruch reifer Getreidefelder, die milde Luft spüren und die Natur erleben zu dürfen. Man hört die Motoren der landwirtschaftlichen Erntemaschinen, die Rufe von Habichten aus dem nahe gelegenen Wäldchen beim Grenzhof und das Trällern der Lerchen hoch oben am Himmel.

Oft begegnen mir Jugendliche mit ihren Fahrrädern oder zu Fuß, die nur Blicke auf ihre Smartphones haben und feststellen möchten, was so in der Welt los ist. Haben diese jungen Leute kein Gespür und Auge mehr für die Welt, in der wir leben und für die Natur um sie herum?

Hat nicht schon Goethe in seinem Faust gesagt: „Hier bin ich Mensch, hier darf ich‘s sein.“ Wäre es nicht besser, auf die Technik manchmal zu verzichten und gerade in den Sommerferien mit offenem Herzen jeden freien Tag zu genießen, ohne ständig auf das Smartphone schauen zu müssen – zu Hause, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in der freien Natur?

Ist aus diesem Verhalten nicht schon eine krankhafte Sucht geworden? Sollte es nicht auch Aufgabe der Erzieher in den Schulen und der Eltern sein, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten und selbst mit gutem Beispiel voranzugehen?

Bitte denkt einmal darüber nach!

Rudi Lerche, Plankstadt

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