Leserbrief

Rokokotheater Der Rezensent muss auf einer anderen Veranstaltung gewesen sein / Deutliche Schwächen bei den Sängern

Diese Broadway Musicals haben uns komplett enttäuscht

Mit Verwunderung haben wir Ihren Artikel in der Schwetzinger Zeitung vom 8. Januar gelesen, in dem mit Überschwang eine Musical-Show im Rokokotheater vom Dreikönigstag gelobt wurde. Der Verfasser muss unseres Erachtens in einer anderen Vorführung gewesen sein, denn so hinreißend, wie von ihm beschrieben, war es absolut nicht. Zunächst dauerte die Vorstellung keine zwei Stunden, sondern nur 1,5 Stunden, da sie schon mit 15-minütiger Verspätung begonnen hat.

Schon der Conférencier und erste Sänger Horst Eycke hatte so eklatante Schwächen in seinem Gesang, dass es teilweise eine Qual war, ihm zuzuhören. Er traf wirklich keine Töne – besonders die höheren nicht – und konnte teilweise die Tonlage auch gar nicht halten.

Wir sind sicher, dass jeder halbwegs gute Gesangverein zum Teil bessere Interpreten in seinen Reihen hat. Auch der zweite Sänger konnte nicht überzeugen. Lediglich die beiden Sängerinnen hatten gute und ausgebildete Stimmen. Hervorzuheben ist da unter anderem der Song von Liza Minelli aus dem Musical „Cabaret“.

Die Tänzerinnen und Tänzer waren wohl auch ganz gut, aber nicht umwerfend. Wo der Verfasser eine Lichtshow sah, bleibt uns auch ein Rätsel. Dass die Technik nicht richtig funktionierte, wurde in dem Bericht bereits erwähnt. In der ersten Hälfte war die Musik nämlich zu laut, in der zweiten Hälfte dann aber zu leise. Außerdem gab es weitere technische Probleme, zum Beispiel beim Anspielen der Musik, als bei einem Lied mehrfach angespielt werden musste.

Leider war uns auch das gezeigte Bühnenbild viel zu schlicht und einfallslos. Ferner hätten wir uns gewünscht, dass die jeweiligen Lieder mit ihren Titeln und den Musicals, aus denen sie stammen, kurz angesagt oder angezeigt worden wären, da nicht alle bekannt waren.

Auch die beiden erwähnten Zugaben kamen nicht durch Forderung des Publikums zustande, sondern wurden automatisch von dem Ensemble dargebracht. Wir hätten darauf verzichten können.

Wir haben mit mehreren Bekannten und Besuchern gesprochen. Keiner war zufrieden oder gar begeistert und niemand würde diese Show weiter empfehlen.

Anscheinend haben sogar einige Besucher die Show bereits vor deren Ende verlassen. Generell war der Eintrittspreis von zirka 50 Euro pro Person für diese Show erheblich zu teuer und nicht gerechtfertigt.

Fazit: Diesen Abend hätten wir besser nutzen können!

Helga und Bernd Bühler,

Schwetzingen

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