Leserbrief

Eppelheimer Angebot Warum nicht weiter in der Kaserne?

Dumm gelaufen? Mitnichten!

Ganz gleich wie man zu Ankerzentren steht, in denen Migranten Aufnahme finden sollen: Dass eine Bürgermeisterin einen Standort anbietet, ohne das mit dem Gemeinderat abgesprochen zu haben, das geht nun gar nicht! Das sollten nicht nur die anderen Parteien verurteilen, sondern auch die eigene Fraktion. Wie und warum es zu dieser Indiskretion gekommen ist, wäre auch eine interessante Frage.

Überhaupt verstehe ich durchaus nicht, warum Migranten nicht in noch bestehenden, oft leerstehenden Kasernen eine Bleibe finden sollen. Seit Ende des Kalten Krieges hat Deutschland nur noch eine stark geschrumpfte Truppe, die schlecht ausgerüstet, möglichst im Ausland für den Weltfrieden sorgen soll. Die Landesverteidigung steht seit der Abschaffung der Wehrpflicht im Hintergrund.

Die Umwandlung militärischer Einrichtungen zu Wohnzwecken ist gar nicht so einfach, was man an den heftigen Diskussionen sieht, die darüber geführt werden. Was alles daraus werden soll!

Bis man sich darüber klar ist, sind solche militärischen Standorte sogar ideal, kurzfristig Menschen aufzunehmen, die Schutz suchen. Kasernen verfügen über eine gewachsene Struktur, in der Migranten Aufnahme finden können, bis über ihr Schicksal entschieden ist. Sie ermöglichen außerdem eine Kontrolle, wer da ein- und ausgeht.

Wertvolles Ackerland zu opfern und für viel Geld Neues zu bauen, ist absolut nicht zielführend. Zudem stellt man angrenzende Ortsteile ganz plötzlich vor Probleme, was völlig überflüssig ist.

Dass die Kommunen ein Auge auf die Bundesliegenschaften werfen, im Hinblick auf Stadtentwicklung und Wohnungsmarkt ist verständlich – Migranten zu beherbergen, ist jedoch leider vorrangig.

Klaus Tremmel, Ketsch

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