Leserbrief

Dreck weg in Oftersheim

Eigentlich ist das der falsche Weg

Vor der eigenen Haustür kehren – so lautete die Überschrift des Berichts in der SZ vom 6. März. Sehr geehrter Herr Bürgermeister, das hat uns zum Nachdenken veranlasst. Wir empfinden es wie einen Aufruf, alle Hinterlassenschaften aus Mantel- und Jackentaschen wie Tempos, Gutselpapier, Zigarettenschachteln und Tüten vom Bäcker – wir sprechen aus Erfahrung, die Liste ließe sich noch verlängern – auf den Gehwegen zu entsorgen. Denn die Eigentümer der entsprechenden Häuser müssen sich ja „bücken“, um diese Dinge aufzuheben und in ihre Mülltonnen zu werfen.

Der Gipfel aus unserer Sicht: die Mitarbeiter des Bauhofs sollen kontrollieren, ob jeder Hausbesitzer seinen „Pflichten“ nachkommt. Wird nun auch beabsichtigt, Versäumnisse der Hauseigentümer – bedingt auch oftmals aus Altersgründen – zur Rechenschaft zu ziehen?

Dieser Bericht beflügelt jedenfalls ganz und gar nicht zur Sauberhaltung, sondern zum Wegwerfen und ganz besonders auch zum Egoismus: Der Andere muss ja meinen Dreck wegräumen. Zum Schluss: Der eine freut sich an der Natur und vielleicht auch an einem sauberen Oftersheim, der andere verschandelt es. Aber wie so oft, die, die es angeht, fühlen sich am allerwenigsten angesprochen und betroffen. Werner + Brigitte Flick, Oftersheim

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