Leserbrief

OB-Wahl in Hockenheim

Ein Lob für die Arbeit wäre gut

Bei Betrachtung der bisherigen Vorstellungen unserer OB-Kandidaten fällt allgemein auf, dass es bisher vielfach Kritik an unserem jetzigen Gemeinwesen gibt und illusionäre Darstellungen gehegt werden, die sich ohne Begründung finanzieller Bewältigung kaum verwirklichen lassen. Ein Bekenntnis, über die bisher in der Stadt geleistete Arbeit, oder mal ein Lob, blieb von allen Kandidaten bisher aus.

Als ich im Jahre 1967 mit meiner Familie vom Rheinland – aus beruflichen Gründen – in Hockenheim eine neue Heimat gefunden habe, befand sich die Stadt noch in einem Dornröschenschlaf. Sie wurde erweckt durch den damaligen agilen und ehrgeizigen Bürgermeister Kurt Buchter, der durch die Industrieansiedlung, den profitablen Ausbau des Motodroms, ein modernes Schwimmbad, woraus später das Aquadrom entstand, und nicht zuletzt ein modernes Schulzentrum errichten ließ, was seines Zeichens sucht. Er brachte im Jahre 1972 die Formel 1 nach Hockenheim und spülte durch den damaligen Motorsport-Boom über zwei Jahrzehnte hinweg viele Gelder in die Gemeindekasse und bereitete hierdurch der Stadt eine gute Grundlage.

Sein Nachfolger Gustav Schrank hat es verstanden, auf diesem Fundament, zusammen mit den Ratsmitgliedern der Stadt, durch die Landesgartenschau, den Bau der Stadthalle, in der bis heute viele kulturelle Veranstaltungen stattfinden, sowie weitere innerstädtische Veränderungen ein moderneres Image zu geben. Auch er hat sich unschätzbare Meriten für die Stadt Hockenheim erworben. Für seinen Nachfolger Dieter Gummer war es nicht leicht, das Niveau einer aufstrebenden Stadt zu bewahren und weiterhin auszubauen. Trotzdem ist es ihm mit seinem Gemeinderat gelungen, die Stadt in stürmischen Zeiten, weiter zum Wohle ihrer Bürger nach vorne zu bringen.

Unsere Bewerber für dieses verantwortungsvolle Amt des Oberbürgermeisters sollten sich alle bewusst sein, welch schwere Bürde auf sie zu kommt und das kann nicht so mal mit „links“ bewältigt werden.

Wenn jemand glaubt, die Arbeit bei einer 4000-Seelen-Gemeinde problemlos in Hockenheim fortzusetzen, dann befindet er sich auf dem Holzweg, aber davon gibt es ja im Odenwald genug.

Wir alle würden uns sicherlich wünschen, wenn ein fairer Wettstreit um dieses Amt, ohne jede Diskriminierung, sich weiter fortsetzt und der richtige Kandidat/in sich abschließend in den Sessel des Oberbürgermeisters setzen kann.

Werner Plag, Hockenheim

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