Leserbrief

Festhalle Brühl Peinlicher Auftritt von Comedian Ingolf Lück

Einfach nur Gags abgelesen

Ingolf Lück ist kein Unbekannter in der Fernsehlandschaft. Seit 30 Jahren ist er im Geschäft, tummelt sich auf diversen Sendern und hat sicher seine Stärken. Soloprogramme im Comedy-Bereich gehören meiner Ansicht nach jedoch nicht dazu.

Nachdem er etwa eine Viertelstunde im Stehen – beziehungsweise Rumzappeln – einige Pointen zum Besten gegeben hatte, setzte er sich mit einem dicken Skript an einen kleinen Tisch auf der Bühne, um von da an sein komplettes Programm mehr oder weniger abzulesen. Zu Beginn dachte ich noch, das sei ein kleiner Gag – eingebaut in eine Geschichte –, aber schnell zeichnete sich ab, dass er das Programm schlicht und ergreifend nicht auswendig beherrscht. Klar ist natürlich auch, dass man so keinen Zugang zum, in diesem Fall Brühler Publikum erhält.

Abgesehen davon war das Programm auch inhaltlich (zumindest bis zur Pause) eher mager, aber das ist natürlich immer Geschmackssache. Wir waren jedoch nicht die einzigen, die auf die zweite Hälfte verzichteten.

In Künstlerkreisen nennt man so einen Abend eine vermutlich recht gut bezahlte öffentliche Probe.

Anne K. Bade, Schwetzingen

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