Leserbrief

1250 Jahre Hockenheim

Es könnte etwas mehr Jubiläum sein

Stell dir vor, es gibt einen Geburtstag und keiner geht hin. Oder: Keiner merkt was davon. So wird derzeit in Hockenheim über die Art und Weise gemunkelt, wie das Stadtjubiläum bisher begangen wurde. Ja, es wurde Jubi-Bier gebraut. Ja, es wurde Jubi-Sekt abgefüllt und in der Stadt zu unterschiedlichen Preisen angeboten. Die eine oder andere traditionell stattfindende Veranstaltung wurde zur Jubi-Veranstaltung hochstilisiert. Im Stadtbild Motive von Hockenheim von einst bis jetzt? Fehlanzeige! Kein Schaufenster schmückt sich stolz mit Jubi-Motiven. Am Rathaus keine Girlanden, keine Banner, kein Geburtstags-Schmuck. Im offiziellen Programm gibt es keinen Festzug, der die Bürger mitreißen könnte. Es fehlt alles, was man so schön als „Förderung des Gemeinschaftsgefühls“ zu nennen pflegte. Nicht wenige Bürger denken: Ohne viel Liebe und Begeisterung, Pflicht erfüllt!

Dann der Hammer. Kunstvoll geschnittene und colorierte Ziffern hängen schmucklos und windschief an Ein- und Ausfahrten. Nicht aber am Bahnhof! Viele Passanten rätseln. Erklärungen oder Hinweise auf das Jubi fehlen. Und bei einbrechender Dunkelheit findet das Jubi an diesen Denkmälern professioneller Kreativität gar mit mehr statt.

Haben die Bürger der alten jungen Stadt das verdient?

Wolfgang Döring, Hockenheim

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