Leserbrief

Schulweg für Kinder Gehwege sind mit Autos zugeparkt / Bürger sollten in ihren Einfahrten stehen

Fahrradfahren in Ketsch – das ist ja lebensgefährlich

Ja so mancher Autofahrer ist der Meinung, er sei, wie ein Ritter in der Rüstung, unverwundbar. Das Auto, die „Heilige Kuh“ der Deutschen, hat immer Vorfahrt vor Radfahrern und Fußgängern. Wenn man heute zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, zeigen die Autofahrer sehr deutlich, wer unterlegen ist.

Ich kann in der Zwischenzeit verstehen, dass viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule oder zum Kindergarten bringen! Mit dem Rad oder zu Fuß ist das, obwohl überall nur Tempo 30 gefahren werden sollte, lebensgefährlich.

Wir haben in Ketsch jetzt drei Vollzugsbeamte, die sich der Sache doch auch mal annehmen könnten. Ja, aber bitte nicht nur unter Tag – auch bei Nacht. Ich hatte schon vor einiger Zeit bemängelt, dass rücksichtslose Autofahrer die Gehwege so zustellen, dass man den Gehweg nicht benutzen kann. Es wird, wie ich bereits in einem anderen Leserbrief geschrieben habe, teilweise der Gehweg vollständig zugeparkt. Zum Beispiel der Gehweg an der Ketscher Rheinbrücke.

Die Krönung ist aber, wenn man versucht, mit einem Kind mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren. In der Schulstraße, zwischen der Gutenberg- und der Schwetzinger Straße, ist es ganz schlimm. Die Autos stehen auf dem Gehweg, da sind keine 80 Zentimeter mehr, um durchzukommen. Wie soll denn da ein Kind auf dem Gehweg fahren? Ganz besonders eng wird es an den Stellen, an denen ein Lichtmast steht. Da kann kein Kind fahren, auch dann nicht, wenn es ganz sicher fährt.

Da wollen die Dorfpolitiker, dass die Eltern ihre Kinder mit dem Rad oder zu Fuß in die Schule bringen, was ja auch gesund wäre, aber sie schaffen dafür die Voraussetzungen einfach nicht. Soll ja auch gut sein für unser Klima. In der Schulstraße zwischen der Gutenberg- und der Schwetzinger Straße muss umgehend auf der einen Seite das Parken verboten werden. Ich höre sie schon schreien: „Wo sollen denn die Autos stehen?“ Ist es die Aufgabe der Gemeinde, für jedes Auto einen Parkplatz zur Verfügung zu stellen? Natürlich nicht!

Zu jeder Wohnung gehören ausreichend Stellplätze. Die Plätze auf der Straße sollten nur für Besucher sein. Vielleicht würden aber, wenn auf der einen Seite ein Parkverbot wäre, die Anwohner wieder in ihren Einfahrten und ihren Garagen parken. Auch sollte einmal über Einbahnstraßen-Regelungen nachgedacht werden. Das wird öfters von Ketscher Bürgern gesagt. Zur Zeit können sie die Ausfahrt nicht benutzen. Die Straße ist so schmal, dass man kaum rein- oder wieder rauskommt. Wo ein Wille, da findet sich ein Weg. Im Bruch sind genügend Parkplätze, aber da müsste man ein kleines Stück zu Fuß gehen. Soll gesund sein und man würde mal erleben, wie es ist als Fußgänger oder Radfahrer. Muss erst wieder etwas passieren, wie beim „Alla Hopp“, bis der Gemeinderat reagiert?

Wilfried Windisch, Ketsch

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