Leserbrief

Neubaugebiet in Ketsch

Fünfvierteläcker nicht erhaltenswert

Als ehemaliger Landwirt und Bewirtschafter von Grundstücken im Gebiet Fünfvierteläcker, möchte ich der Bevölkerung von Ketsch mitteilen, dass das, was über das Gebiet, das als Neubaugebiet vorgesehen ist Unsinn geschrieben wird. Man beschreibt hier Baumruinen als Streuobstwiesen. Der größte Teil der Fläche ist Brache, also ungenutzte Fläche, die auch eine landwirtschaftliche Nutzung aufgrund fehlender Beregnung schwer möglich macht.

Die mit Gras versehenen Grundstücke werden als Hundekotplatz mit Durchgang bis zur Brühler Straße genutzt. Hunde werden auf den Grundstücken gebürstet und gereinigt. Es ist nicht zu verstehen, wenn sich Grüne und Mitglieder des Umweltstammtisches um Baurechtssachen einer Nachbargemeinde Sorgen machen. Sie sollten sich besser um ihre eigenen Probleme kümmern, wie etwa beim Insultheimer Hof, im Rheinbogen oder bei der Geothermie Brühl.

Hockenheim hat bis zum Talhaus fast alles verbaut und will jetzt die Ketscher kritisieren und ihnen verbieten, das letzte zur Verfugung stehende Gelände zu erschließen. Die Behauptung, es seien seltene Tiere vorhanden, ist doch kein Grund, eine zukunftswichtige Maßnahme zu verhindern. Auch in den Gärten im bebauten Gebiet leben Tiere aller Art. Deshalb ist es notwendig, die Angelegenheit zum Abschluss zu bringen und die Fläche umzulegen. Die Herren Heidenreich (Hockenheim), Mahler (Karlsruhe) und Baumann (Stuttgart) sollten sich an alte Vorschläge erinnern. Die Regierung schreibt, es fehlen 800 000 Wohnungen in Deutschland, wie passt dies mit der Forderung der Gegner zusammen? Ich war 40 Jahre Mitglied im Vorstand des Bauernverbands sowie Vorsitzender der Flurneuordnung Autobahn Schwetzingen und weiß genau, wovon ich rede.

Werner Sessler, Ketsch

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