Leserbrief

Hirschacker Leider keine guten Nachrichten für die Älteren

Geldautomat kommt auch weg

Neue Informationen und eine Reaktion der Sparkasse gibt es zu meinem Leserbrief „Service ist da Fehlanzeige“ vom 6. Juni zu berichten, der sich mit dem Geldautomaten der Sparkasse im Stadtteil Hirschacker beschäftigte: Ich habe mich sehr gefreut, dass ein Mitarbeiter der Sparkasse bei mir zum zweiten Mal aufgrund meines Leserbriefes angerufen hat. „Toll“, dachte ich. „Ein wahrlich guter und sympathischer Service.“ Aber – der Mitarbeiter war selbst hörbar „geknickt“, weil er mir zu seinem und erst recht zu meinem Bedauern keine positive Nachricht übermitteln konnte. Ganz im Gegenteil: Die Nachricht sollte sogar negativ ausfallen – zumindest für uns „Hirschackeraner“.

Die Sparkasse habe aufgrund der zurückgegangenen Nutzung des Geldautomaten im Hirschacker beschlossen, diesen ab Ende August ganz und endgültig abzuschaffen. Die Kunden könnten entweder an den Automaten in der Nordstadt oder an die Servicestation in Brühl gehen. Diese Information habe ich persönlich nicht so ganz nachvollziehen können. Ob es hierzu öffentlich belegbare Zahlen geben wird, weiß ich nicht. Aber mir liegen ja auch keine betriebswirtschaftlichen Bilanzen der Sparkasse vor.

Anderorts in unserer Stadt jedoch unterstützt die Sparkasse – wie wir Bürger wissen – finanziell mit ihrem „künstlerischen Sponsoring“ Verschönerungen ganzer Wandgemälde und Sanierungen privater Hausfassaden – für viele sicher dankenswerterweise und was ja auch kreativ gesehen ganz toll ist. Wirklich schön, dass es für diese Projekte offenbar finanzielle Ressourcen gibt.

Ich muss zugeben, dass ich fast ein bisschen Mitleid mit dem Sachbearbeiter hatte. Ich nahm ihm das ab, dass ihm die Entscheidung seines Arbeitgebers nicht wirklich richtig gefiel. Genau genommen aber war diese Entscheidung jedem von uns doch im Hirschacker schon im Vorfeld klar, oder?

Der Service der Sparkasse im Hirschacker wurde seit Jahren kontinuierlich reduziert – bis letztendlich jetzt auf null gesetzt – die kommende totale Abschaffung. Man habe die Möglichkeit, mit der „Servicenummer 511-0“ von zu Hause aus alle Bankangelegenheiten abzurufen – so die freundliche Information des Sparkassenmitarbeiters.

Diese Information „dürfe“ ich auch gerne weitergeben. Das mache ich natürlich hiermit. Dennoch frage ich mich, wo sich hier die Institutionen zu Wort melden, die sich per se für ältere Mitbürger engagieren? Immerhin gibt es von diesen Mitbürgern glücklicherweise sehr viele im Hirschacker. Bitte bedenken Sie alle, dass es gerade die älteren Mitbürger sind, die durch ihre jahrzehntelangen Mitgliedsbeiträge diese Institutionen unterstützen. Ich hoffe und wünsche mir, dass diese Mitbürger auch die verdiente Unterstützung bekommen.

Raquel Rempp, Schwetzingen

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