Leserbrief

Versicherungsschaden

Gemeinde sollte den Bürgern doch helfen

Im Frühjahr brach während eines Sturms bei einem Baum der Gemeinde Oftersheim der Stamm, wodurch die Baumkrone auf unseren geparkten Wohnwagen stürzte. Wir meldeten den Schaden der Gemeinde. Hier wurde alles freundlich aufgenommen. Am nächsten Tag erschien auch direkt ein Mitarbeiter der Gemeinde, um den Baum abzutransportieren. Er kommentierte : „Ha, der ist ja ganz kaputt!“

Einige Wochen später erhielten wir Post von der Versicherung BGV. Der Baum sei „völlig gesund“ gewesen, daher treffe die Gemeinde keinerlei Schuld. Schadenersatzansprüche wurden zurückgewiesen. Wie passt das zur Aussage des Gemeindemitarbeiters?

Wir baten nun, entsprechende Nachweise zur Überprüfung des Baumes (Baumkataster) einsehen zu dürfen. Ist die Gemeinde ihrer Verkehrssicherungspflicht nachgekommen? Nur so hätten wir bei unserer Teilkaskoversicherung den Schaden melden können. Geantwortet wurde, dass solche Unterlagen „nur im Rahmen eines Prozesses einsehbar“ seien.

Wenn hier alles korrekt durchgeführt und dokumentiert wurde, sollte es kein Problem sein bei berechtigtem Interesse Einsicht zu gewähren – oder ist der Gemeinde nicht bewusst, dass ein sogenanntes Landesinformationsgesetz existiert? §1 . . . sonstiger berechtigter Interessen durch ein umfassendes Informationsrecht den freien Zugang zu amtlichen Informationen . . .

Nicht auszudenken, wenn nicht „nur“ ein Wohnwagen, sondern ein Haus unbewohnbar geworden oder gar ein Mensch zu Schaden gekommen wäre! Wird dann auch mit dem lapidaren Satz „Der Baum war völlig gesund“ geantwortet und erwartet, dass ein Prozess angestrengt wird? Cornelia Brenneisen, Oftersheim

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