Leserbrief

Klimawandel Mehr tun, um die Bäume im Schlossgarten zu retten

Hängt ein paar Nullen dran!

Aus der Zeitung fiel „Der Schwetzinger“ heraus, den ich neugierig durchblätterte nach interessanten Terminen. Dabei entdeckte ich den Artikel „Was der Klimawandel mit dem Schlossgarten macht“. Es ist da zu lesen, was meine Frau und ich als Dauerkarteninhaber schon lange mit Entsetzen feststellen: Viele, viel zu viele Bäume sind im Schlossgarten am Sterben. Blickt man in die Kronen, so kommen einem die Tränen.

Dass besonders der Altbestand so sehr gefährdet ist, tut weh. Es müssen Lösungen gefunden werden! So ist die Reaktivierung der ehemaligen Baumschule, die wir noch kennen, zu begrüßen, wie auch die Verbesserung der Bodenqualität zum Beispiel mit Pflanzkohle. Ob es möglich wäre, vereinzelt Brunnenbohrungen anzulegen, wenn der Grundwasserspiegel nicht zu tief liegt? Oder dem Leimbach Wasser zu entziehen?

Privatleute bewässern ihre großen Rasen mit Brunnen, weshalb kann dies das Land nicht andenken? Der Schlossgarten wäre solche Investitionen, wenn es machbar ist, wohl wert. Die Finanzstaatssekretärin hat völlig recht! Wenn das Gartenkunstwerk künftigen Generationen erhalten werden soll, dann muss man jetzt handeln.

Doch nun traue ich meinen Augen nicht! Der Landtag hat schwäbisch sparsam 300 000 Euro im Doppelhaushalt als Sonderprogramm für die Klimaanpassung bereitgestellt. Lese ich wirklich richtig?

In der Zeit des Klimawandels und vor allem der Pandemie höre ich nichts mehr von Millionen, sondern man spricht nur noch von Milliarden! Fehlen denn da beim Sonderprogramm nicht einige Nullen?

Gewiss kostet der Schlossgarten das Land viel mehr, als er einbringt. Das ist bei Kultur generell so, sie ist wie die Bäder und Krankenhäuser immer ein Zuschussbetrieb und wird es auch immer bleiben.

Als Kulturdenkmal des Landes dürfte der Schlossgarten unseren Abgeordneten mehr wert sein als diese Summe, das ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Schlimm, wenn man sieht, wie anderen Orts das Geld zum Fenster rausgeschmissen wird, hier scheint Geiz geil zu sein.

Klaus Tremmel, Ketsch

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