Leserbrief

Ausländerhass

Hasserfüllt sind doch die Täter

Man muss kein Fremdenfeind oder Ausländerhasser sein, um in Sorge zu sein über die Entwicklung in unserem Land. Mit diesem Satz hat Gaby Gehring klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sie kein Ausländerhasser ist. Trotzdem wird ihr Leserbrief von Frau Wörn als „erbärmlich“ und Gaby Gehring als hasserfüllter Mensch bezeichnet. Wörtlich schreibt sie: „Und ob man da in Sorge sein muss, wenn man immer wieder solchen hasserfüllten Menschen gegenübersteht.“ Mir gibt eher deren Leserbrief zu denken. Einen Menschen öffentlich, im Leserforum der Schwetzinger Zeitung, als hasserfüllt zu bezeichnen – dazu gehört schon was. Vor allem dann, wenn diese Einschätzung falsch ist.

Vergewaltiger und Mörder sind hasserfüllte Menschen. Aber nicht unbedingt die Menschen, die lediglich darauf hinweisen, dass Vergewaltiger und Mörder hasserfüllt sind. Im Leserbrief von Frau Gehring wird man mit hasserfüllten Taten konfrontiert. Diese Täter sind hasserfüllt – und nicht Frau Gehring. Es gelten in Deutschland, wie auch in allen anderen Ländern der Welt, die Gesetze der Gastfreundschaft. Wer das Gastrecht missbraucht, der hat es verwirkt (Zitat von Sahra Wagenknecht). Denn auch der Gastgeber hat Rechte. Nicht nur die Gäste.

Wie man mit straffälligen Asylbewerbern umgeht, das ist ein sehr wichtiges Thema, weil man nur mit einem konsequenten Einschreiten die Akzeptanz in der Bevölkerung für die Aufnahme von tatsächlich schutzbedürftigen Personen in Zukunft erhalten kann.

Jürgen Rausch, Hockenheim

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