Leserbrief

Hundekot Zwei Ereignisse, die einen Weg aufzeigen

„Hawe Sie ä Dutt dabei?“

Zum Übrigens von Redaktionsleiterin Katja Bauroth über Hundekotbeutel und deren Entsorgung wird uns Folgendes geschrieben: Vor zirka drei Wochen sah ich vor der Metzgerei Back in der Mannheimer Straße mitten auf dem Gehsteig wie ein kleiner Hund seinen Darm entleerte. Die junge Frau sah zu und wollte dann weitergehen. Als ich sie ansprach, ob sie nicht die Güte hätte, die „Sache“ zu beseitigen, grinste sie und meinte: „Hawe Sie ä Dutt dabei?“ und machte sich mit dem Hund aus dem Staub!

Noch eine weitere Begebenheit – diesmal aus den 1990er Jahren. Als im Bahnausbesserungswerk Schwetzingen 800 bis 900 Aussiedler unter anderem in Schwedenhäusern unterkamen, waren auch viele schulpflichtige Kinder dabei. Diese nutzten den kleinen Eisenbahnerweg zwischen Gleisen und Kleingärten in Richtung Zeyher-Schule.

Der Weg war ab sofort mit Papier, Plastik und anderen Abfällen übersät. Aber es war auch nicht ein einziger Abfallbehälter zu sehen. Nach einiger Zeit bat ich die Stadt um Abhilfe, was diese erst ablehnte, da die Bahn zuständig sei. Nach weiteren Bitten wurden drei Abfalleimer aufgestellt und – o Wunder – die zuvor stark beschimpften Kids wussten sofort, wohin sie ihre Abfälle entsorgen konnten. Der Weg war ab sofort fast sauber! Fazit: Lieber einen Mülleimer zu viel, als zu wenig!

Allerdings war dieser Weg immer wieder mit Tretmienen von Hunden – meist aus der Berliner Straße –, die hier ausgeführt wurden, gepflastert.

Oskar Hardung, Schwetzingen

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