Leserbrief

Nachhaltigkeitssatzung

Hockenheim kann sich ja umbenennen

Wer den Hockenheimer Kommunalwahlkampf und die Aussagen der einzelnen Parteien verfolgt, der ist überrascht. Überrascht deswegen, weil es für eine Partei anscheinend nur ein Wahlkampfthema gibt: die Abschaffung der Nachhaltigkeitssatzung.

Zur Erinnerung: der Sinn der Nachhaltigkeitssatzung besteht darin, den städtischen Schuldenberg sukzessive abzutragen. Es sind ja nicht allein die über 20 Millionen Euro Schulden, die "drücken". Es sind ja auch die über 30 Millionen Euro Bürgschaften, die die Stadt für den Hockenheimring gegeben hat. Dabei steht jeder Bürger - egal ob jung oder alt, ob berufstätig oder nicht - bereits heute mit 1024 Euro in der Schuld für seine Gemeinde, vorausgesetzt, die Bürgschaften für den Ring werden nicht fällig.

Dazu kommen die Schulden des Landes und des Bundes. An diesen Zahlen sieht man, dass sich die SPD auf ein gefährliches Spiel auf Kosten unserer Kinder und Enkel einlassen will, um jetzt Wahlgeschenke zu verteilen. Die Wirtschaftswunderjahre sind vorbei, in denen man blind investieren und sich darauf verlassen konnte, dass alles gut wird. Mit der Finanzkrise fange ich gar nicht erst an . . . Sollte diese Wahltaktik der Hockenheimer SPD wirklich aufgehen, dann ist es schlecht um Hockenheim bestellt. Besonders dann, wenn nachfolgende Generationen die Schulden tilgen müssen, die die jetzt zur Wahl stehenden Gemeinderäte verursacht haben. Vielleicht sollte sich die Hockenheimer SPD dann umbenennen, in "Schulden Partei Deutschlands" und Hockenheim in "Renn- und Schuldenstadt". Ohne mich! Mathias Baumann, Hockenheim

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