Leserbrief

Parken bei der Formel 1

Hockenheim verschenkt Geld

Wie bei jeder Großveranstaltung (DTM, Formel 1) werden in unserer Stadt Hockenheim an exponierten Stellen Tage zuvor Halteverbotsschilder aufgestellt oder fest installierte Schilder aufgeklappt. Nach Auskunft des Ordnungsamtes der Stadt eine Maßnahme zum Schutz der Anwohner. Diese müssen nun für ein paar Tage ihre Fahrzeuge an anderen Stellen parken, um einem Bußgeldbescheid aus dem Wege zu gehen.

Ist dann aber – wie an diesem Rennwochenende mal wieder – Freitag, dann werden von den Besuchern der Königsklasse die Straßen rücksichtslos zugeparkt, ob hier ein Schild steht oder nicht. Auch Strafzettel werden billigend in Kauf genommen, wenn man doch so nahe am Eingang zum Formel-1- Gelände parken kann.

Nicht zu verstehen ist, dass ab Freitagnachmittag bis Sonntagabend von unserem Ordnungsdienst nichts zu sehen ist und die Mitarbeiter ab Freitag um 12 Uhr für uns Bürger nicht mehr zu erreichen sind. Die Polizei ist überlastet und kann die Meldungen der Anwohner wegen wilder Parkerei nur auf die Beschwerdeliste setzen, welche dann wieder dem Ordnungsamt übergeben wird.

Von den hier entgangenen Einnahmen aus den nicht ausgestellten Strafmandaten hätte die Stadt Hockenheim wohl die eine oder andere Schaukel oder Rutschbahn für einen Kindergarten anschaffen können, für die sonst kein Geld übrig ist. Als Anwohner am Hockenheimring können wir auch in Zukunft also nur immer schön die Straßen frei machen für die Besucher der Rennveranstaltungen, damit diese nicht vergrault werden und der Ring GmbH weiterhin treu bleiben.

Thomas Schwarz, Hockenheim

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