Leserbrief

Geburten

Hysterie statt eines sinnvollen Schutzes

Zum Artikel „Angst vor der Geburt ohne werdenden Papi“ in der Ausgabe vom 29. April wird uns geschrieben: In dem Beitrag be-schreibt die Hebamme Christiane Kuschnerenko, dass nach jetzigen Regelungen die werdende Mutter einen Mundschutz im Kreißsaal tragen muss.

Mütter, die bereits entbunden haben und Väter, die bisher bei einer Geburt dabei sein konnten, wissen wie anstrengend und schmerzhaft die Geburt phasenweise sein kann.

Die Schwangere ringt in manchen Augenblicken regelrecht nach Luft, ihr jetzt in diesem Zustand noch eine Mund-Nase-Maske zu verordnen – das ist alles andere als sinnvoll.

Verstehen kann man durchaus, dass sich neben dem Klinikpersonal der werdende Papa dieser Vorgabe beugen muss, aber nicht die werdende Mutter! Unter dieser Maske, das weiß mittlerweile jeder, der zum Einkaufen geht, ist ein freies Atmen nur eingeschränkt möglich.

Gerade bei der Geburt ist die Sauerstoffzufuhr und Atmung ohne Einschränkung während des Geburtsverlaufs von enormer Wichtigkeit, um Komplikationen, die hier unnötigerweise auftreten könnten, unbedingt zu vermeiden. Nicht nur ist die Atmung der Frauen während der verschiedenen Phasen der Geburt enorm wichtig, auch das Baby muss ja jederzeit gut mit Sauerstoff versorgt sein.

Frauen mit Atembeschwerden oder chronischem Asthma sind hiervon noch stärker betroffen.

Bleibt zu hoffen, dass diese unsinnige Regelung für die werdenden Mütter, die keinen nennenswerten Zusatzschutz bietet, schnellstmöglich überdacht und abgeschafft wird.

Frank Lück, Ketsch

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