Leserbrief

Eintrittspreise in Brühl

In schwerer Zeit exorbitant erhöht

Zum Artikel „Göck: Die Investitionen erfordern höhere Eintrittspreise“ (SZ-Ausgabe vom 17. Dezember) wird uns geschrieben: Der Brühler Gemeinderat erhöht die Eintrittspreise für die Bäder um bis zu 88 Prozent.

Wir leben in der schwersten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg und der Brühler Gemeinderat hat nichts Besseres zu tun als die Eintrittspreise für die Bäder exorbitant zu erhöhen. Die Jahreskarte (bisher 110 Euro) wird abgeschafft. Die Saisonkarte fürs Freibad kostet dann 100 Euro (ermäßigt 85 Euro) fürs Hallenbad 90 Euro (ermäßigt 75 Euro). Die Einzelkarte 5 Euro (ermäßigt 3 Euro). Und das auch noch einstimmig.

Es ist uns allen klar, dass Freizeiteinrichtungen wie das Frei- und Hallenbad nicht kostendeckend zu bewirtschaften sind. Der Bürgermeister hat mir gegenüber mal gesagt, das Hallenbad ist eine freiwillige Leistung der Gemeinde. Ich denke hingegen, dass es eine soziale Notwendigkeit ist.

Wo bleiben jetzt freiwillige Leistungen der Gemeinde in der Pandemie? Man muss zum Beispiel mal auf das Resultat von Tübingen schauen, wie man sich dort um die Bürger gekümmert hat. In Brühl werden einfache Masken mit dem Aufdruck Brühl teuer verkauft.

Wie im Sommer 2020 ohne geöffnetes Freibad, werden 2021 viele wieder nach Rheinau zum Schwimmen fahren. Und die Brühler Bäder sind – falls sie geöffnet sind – zumindest vormittags gähnend leer.

Dittmar Köhler, Brühl

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