Leserbrief

Paket von Leser Semsch

Investigativer Ansatz als Wunsch

Zu dem Artikel „Langer Weg eines Pakets nach Schweden“ (SZ-Ausgabe vom 17. Dezember):

Seit vielen Jahren lese ich aufmerksam die Schwetzinger Zeitung und auch die Leserbriefe zu mehr oder weniger wichtigen Themen der immer wiederkehrenden Verfassern Mehrer, Semsch und Stratthaus. Daran gewöhnt man sich – und man muss ja auch nicht alles lesen. Irritiert bin ich allerdings von der Tatsache, dass Herrn Semsch von der Redaktionsleitung dieser Zeitung ein extra großes Forum eingeräumt wird, um seine höchst persönlichen negativen Erfahrungen mit dem Paketdienstleister Hermes in einem redaktionellen Artikel, der in Gemeinschaftsarbeit von Herrn Semsch mit dem Chefredakteur Jürgen Gruler erstellt wurde, der Allgemeinheit mitzuteilen.

Ist es wirklich von öffentlichem Interesse, die Erlebnisse des Herrn Semsch mit Hermes derart breit zu treten, und sieht die Schwetzinger Zeitung darin eine Informationsverpflichtung, um dafür eine Drittelseite zu verbrauchen, die man sicher besser für wichtige Infos hätte verwenden können. Nachdem er sein Paket in Paketshop nicht los wurde, hätte Herr Semsch doch einfach zur guten alten Post gehen können, DHL hätte sein Paket bestimmt schnell und sicher nach Schweden befördert. Die langatmigen Ausführungen über den gesamten Vorgang interessieren doch wirklich niemanden und die Tatsache, dass Herr Semsch eine Tochter in Schweden hat, ist den Lesern dieser Zeitung aus seinen unzähligen Leserbriefen auch nicht mehr neu. Gefreut hätte mich, wenn die Redaktion die vielleicht berechtigten Beschwerden von Herrn Semsch investigativ aufbereitet hätte. Das sollte Ihrer Zeitung der Vorgang im Interesse Ihrer Leser wert sein.

Eckart Meyer, Oftersheim

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